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Schweinfurt:Bestatter lässt Amt wegen Verfahren ruhen

Der Landesvorsitzende im Bundesverband deutscher Bestatter, Ralf Michal, lässt sein Amt ruhen. Michal habe dies dem bayerischen Bestatterverband bereits kurze Zeit nach Beginn der Ermittlungen gegen ihn angeboten, sagte Matthias Liebler, der Zweite Vorsitzende des Verbands. Der Schweinfurter Bestattungsunternehmer Michal nehme folglich nicht an Sitzungen und Abstimmungen teil. Ebenso hält Michal dies im Bundesverband Deutscher Bestatter, sagte der Bundesvorsitzende Christian Streidt. Michal ist dort stellvertretender Vorsitzender. Solange das Verfahren gegen Michal nicht rechtskräftig abgeschlossen sei, bleibe dies voraussichtlich unverändert. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hat einen Strafbefehl gegen Michal wegen Störung der Totenruhe in fünf Fällen beantragt. Ihm wird vorgeworfen, "ohne Einverständnis der Angehörigen Verstorbene in das Ausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt verbracht zu haben, wo Versorgungshandlungen an den Leichen vorgenommen wurden". Nach Angaben von Michals Anwalt Ulrich Spieß bestreitet der Bestattungsunternehmer die Vorwürfe vollumfänglich. Zum jetzigen Zeitpunkt werde man keine weiteren Stellungnahmen abgeben. Über den Antrag auf Strafbefehl muss jetzt das Amtsgericht Schweinfurt entscheiden.