Gewalt gegen RettungskräfteNotarzt und Sanitäter im Einsatz angegriffen

Aggression gegen Helfer: Rettungswagen mit Blaulicht auf dem Weg zum Notfall (Symbolbild).
Aggression gegen Helfer: Rettungswagen mit Blaulicht auf dem Weg zum Notfall (Symbolbild). Nicolas Armer/dpa

Nahe Augsburg attackiert ein Betrunkener einen Notarzt mit einer zerbrochenen Flasche, in Saal an der Donau schlägt ein Mann einem Sanitäter ins Gesicht.

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Ihr Job ist es, zu helfen – dennoch werden Rettungskräfte immer wieder Ziel von Angriffen während ihres Einsatzes. Auch an diesem Wochenende in Schwaben und in Niederbayern.

In Gablingen im Landkreis Augsburg attackierte ein Betrunkener einen Notarzt in einer Gemeinschaftsunterkunft. Noch bevor der Mediziner mit seiner Untersuchung beginnen konnte, griff ihn ein 18-Jähriger mit einer zerbrochenen Glasflasche an. Der Arzt konnte sich unverletzt zurückziehen, die Polizei nahm den „stark alkoholisierten“ Mann kurz darauf fest und brachte ihn ins Krankenhaus zur Behandlung.

Zuvor war es bereits in Saal an der Donau zu einem schweren Angriff gekommen: Ein 26-Jähriger, der sich laut Polizei in einem psychischen Ausnahmezustand befand, attackierte dort zwei Rettungskräfte unvermittelt. Ein 40-jähriger Sanitäter wurde durch einen Schlag ins Gesicht verletzt und war nicht mehr dienstfähig. Der 26-Jährige wehrte sich den Angaben zufolge massiv gegen später eintreffende Polizeibeamte und beleidigte die Einsatzkräfte. Erst einer Notärztin gelang es, ihn zu beruhigen. Er kam in ein Krankenhaus und soll in eine Psychiatrie verlegt werden. In beiden Fällen leitete die Polizei unter anderem Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte ein.

Dies sind keine Einzelfälle: Dem Bundeslagebild des Bundeskriminalamtes zufolge wurden im Jahr 2024 deutschlandweit 683 Fälle von Gewalttaten gegen Feuerwehrkräfte registriert, mit 1012 Betroffenen. Bei sonstigen Rettungskräften wurden 2042 Fälle erfasst. Während die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant blieben, erreichte die Zahl der betroffenen Rettungskräfte mit 2916 Opfern den höchsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2018.

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