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Schulen:Weniger Proben und Schnelltests

Das Kultusministerium reduziert erneut die Anzahl der Proben in den vierten Klassen. Nachdem das Pensum in diesem Schuljahr schon von 22 auf 14 Proben sank, verkündete Minister Michael Piazolo (FW) am Freitag, dass diese Zahl in Mathe, Deutsch sowie im Heimat- und Sachunterricht "deutlich unterschritten werden kann". Gar keine Proben zu schreiben, ist keine Option. Das Ministerium dementierte zudem ein Gerücht, das gerade an Grundschulen grassiert: Bedingt durch die Schulschließungen sollen die Eltern entscheiden dürfen, auf welche weiterführende Schule sie ihr Kind schicken. Das wäre ein Paradigmenwechsel, Bayern hält als eines der wenigen Länder am notenorientierten Übertritt fest. Das bleibt so: Das Übertrittsverfahren habe sich auch im Corona-Schuljahr 2020 als "tragfähig erwiesen. Es soll erhalten bleiben", teilte das Kultusministerium mit.

Durchatmen sollen aber alle Schüler: Sie dürfen fortan nur eine Klausur pro Woche schreiben, nicht mehr zwei. Nicht nur die Landesschülersprecher hatten beklagt, nach der Rückkehr in die Schule von "Notenhagel" und Klausuren überrollt zu werden. Auch Eltern hatten "Notenpanik" einiger Lehrer kritisiert.

Sicherheit für Pädagogen und Kinder sollen von kommender Woche an die kostenlosen Selbsttests bringen. 1,3 Millionen Tests würden an Schulen und Kitas in Bayern geliefert, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit. 350 000 Betreuer und Lehrer können sich zwei Mal pro Woche testen, Schüler über 15 einmal in der Woche. Die Tests sind seit Mittwoch zugelassen, Bayern hat sich laut Holetschek 8,6 Millionen Tests pro Monat gesichert. Kultusminister Michael Piazolo (FW) nannte die Tests einen "wichtigen Schritt hin zu mehr Präsenzunterricht". Ein Erklärfilm zur richtigen Anwendung soll bald auf der Homepage des Gesundheitsministeriums verfügbar sein.

© SZ vom 27.02.2021 / angu, dpa
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