Schülerzeitungs-WettbewerbBayerns Beste gehören auch zu Deutschlands Besten

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Die Jury hatte gut 600 Einsendungen zu bewerten. Am Ende wurden auch neun Schülerzeitungen aus Bayern ausgezeichnet.
Die Jury hatte gut 600 Einsendungen zu bewerten. Am Ende wurden auch neun Schülerzeitungen aus Bayern ausgezeichnet. Anton Schneider/Jugendpresse Deutschland
  • Bayerische Schülerzeitungen gewinnen neun von 34 Preisen beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb mit über 600 Einsendungen.
  • Ausgezeichnet wurden Redaktionen aus fast allen Schularten, darunter der Wallburg Express aus Eltmann und der Camerjäger aus Freising.
  • Die 21. Runde des bayerischen Blattmacher-Wettbewerbs von SZ und Kultusministerium hat bereits begonnen.
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Bayerische Schülerzeitungen sind nicht nur beim Blattmacher-Wettbewerb von SZ und Kultusministerium erfolgreich, sondern auch beim Bundesentscheid: Die Nachwuchs-Redaktionen gewinnen neun von 34 Preisen.

Von Maximilian Gerl, Stuttgart/München

In Bayern haben sie schon gewonnen, jetzt war Deutschland dran: Auch in diesem Jahr wurden wieder junge Journalistinnen und Journalisten aus dem ganzen Freistaat beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb für ihre Arbeit ausgezeichnet. Neun der insgesamt 34 Preise gehen in der aktuellen Wettbewerbsrunde an bayerische Redaktionen und ihre Schulen.

Insgesamt gingen gut 600 Einsendungen bei der Jugendpresse Deutschland ein. „Viele Redaktionen arbeiten wie kleine Lokalredaktionen“, teilte Clara Hoheisel stellvertretend fürs Organisationsteam mit. „Dass so viele Beiträge Haltung zeigen und zugleich journalistische Standards ernst nehmen, ist ein starkes Signal für die Zukunft des Journalismus.“

Clara Hoheisel vom Organisationsteam beim Bundesentscheid in Stuttgart.
Clara Hoheisel vom Organisationsteam beim Bundesentscheid in Stuttgart. Anton Schneider/Jugendpresse Deutschland

Damit haben – wie schon in den Vorjahren – die Preisträger aus dem bayerischen Landesentscheid mehr als respektabel abgeschnitten. Den Blattmacher-Wettbewerb veranstalten die Süddeutsche Zeitung und das bayerische Kultusministerium seit 21 Jahren, viele davon mit Unterstützung der Nemetschek-Stiftung. Zuletzt wurden im Juli 2025 wieder die bayerischen Siegerredaktionen gekürt, in sechs verschiedenen Schul- sowie in einer Online-Kategorie. Nun tagte die Jury für den Bundeswettbewerb der Schülerzeitungen zwei Tage lang in Stuttgart. Nimmt man die Jurysitzungen des Blattmacher-Wettbewerbs zum Maßstab, dürfte intensiv debattiert worden sein: Oft entscheiden Nuancen über die Platzierungen.

Wir suchen wieder Bayerns Beste! Der „Blattmacher“, der große Schülerzeitungswettbewerb von Süddeutscher Zeitung, dem bayerischen Kultusministerium sowie der Nemetschek-Stiftung, geht in die 21. Runde. Mitmachen können alle Schülerzeitungen von Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen aus Bayern. Es werden auch Preise für die besten Online-Schülerzeitungen vergeben. Die drei besten Redaktionen jeder Kategorie erhalten ein Preisgeld. Auf die ersten Plätze wartet zudem ein besonderes Belohnungsprogramm: Als Mitglied im „Club der Besten“ bekommen sie spezielle Workshops, dafür müssen die Erstplatzierten aber ein Jahr im Blattmacher-Wettbewerb aussetzen. Einzureichen sind sieben gedruckte Exemplare einer Ausgabe, die zwischen 31. Mai 2025 und 9. Juni 2026 erschienen ist. Bei reinen Online-Schülerzeitungen genügt das Absenden des Anmeldeformulars. Einsendeschluss ist der 9. Juni 2026; es gilt der Poststempel. Die Preisverleihung findet am 13. Juli 2026 in München statt. Mehr Informationen gibt es unter www.sz.de/blattmacher.

Besonders bemerkenswert ist diesmal beim Bundeswettbewerb, dass Schülerinnen und Schüler aus fast allen Schularten im Freistaat ausgezeichnet wurden. Bei den Hauptschulen behauptete der Wallburg Express der Georg-Göpfert-Mittelschule Eltmann seine Spitzenposition: Schon vergangenes Jahr war die Schülerzeitung beim Bundesentscheid in ihrer Kategorie auf den ersten Platz gewählt worden. Bei den Gymnasien holte der Camerjäger aus Freising den Sieg.

Beim Blattmacher-Wettbewerb hatte die Redaktion des Camerloher Gymnasiums zuvor den zweiten Rang belegt. Die Kunterbunte Schatztruhe der Hans-Bayerlein-Schule Passau gewann bei den Förderschulen den zweiten Platz.

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Bei den beruflichen Schulen kamen sogar zwei bayerische Vertreterinnen unter die ersten drei. Der zweite Platz ging an die Klara-Oppenheimer Schule Würzburg und ihre Zeitung eigenleben. Den dritten Platz holten Zoom und die FOS/BOS Freising. Damit ist die Kreisstadt nördlich von München gleich mit zwei Gewinnerredaktionen in den Bestenrängen notiert.

Von den fünf Online-Preisen gingen ebenfalls zwei nach Bayern: einer ans Schiller-Echo der Schiller-Grundschule Aschaffenburg und einer an die Friedo-Redaktion der Beruflichen Oberschule Friedberg. Einen Sonderpreis für herausragendes journalistisches Handwerk erhalten die Mittelschule Geretsried und ihr Blatt MS voice. Einen weiteren Sonderpreis konnte die Freisinger Zoom-Redaktion für sich verbuchen.

In Bayern startet wieder der Blattmacher-Wettbewerb

Alle Prämierten dürfen sich bei einem Sieg über 1000 Euro Preisgeld freuen, bei einem zweiten Platz über 500 Euro und beim Bronzerang über 250 Euro. Die Onlinepreise in jeder Schulkategorie sind ebenfalls mit je 1000 Euro prämiert. Organisiert wird der bundesweite Schülerzeitungswettbewerb von den Ländern gemeinsam mit dem Verein Jugendpresse Deutschland. Für die Sonderpreise zeichnen verschiedene Organisationen und Institutionen verantwortlich. Offiziell verliehen werden die Preise dann im Sommer in Berlin im Bundesrat.

Derweil hat in Bayern die 21. Runde des Blattmacher-Wettbewerbs begonnen: SZ, Kultusministerium und Nemetschek-Stiftung suchen auch in diesem Jahr wieder die Besten Bayerns – die erfahrungsgemäß gute Chancen haben, dann auch zu Deutschlands Besten zu gehören.

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