Augsburg:Eine Feder schreibt Geschichte

Augsburg: Die vom Fuggerdenkmal entwendete Schreibfeder wird nach rund 60 Jahren an die Stadt Augsburg zurückgegeben - Theresia Gräfin Fugger von Glött, Finderin Dagmar Reitmeir und Oberbürgermeisterin Eva Weber (von links).

Die vom Fuggerdenkmal entwendete Schreibfeder wird nach rund 60 Jahren an die Stadt Augsburg zurückgegeben - Theresia Gräfin Fugger von Glött, Finderin Dagmar Reitmeir und Oberbürgermeisterin Eva Weber (von links).

(Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg)

60 Jahre lang war die Schreibfeder einer Fugger-Statue verschwunden - nun ist sie wieder aufgetaucht.

Von Florian Fuchs, Augsburg

Die Statue von Hans Jakob Fugger hat schon einiges in der Hand gehalten, Bierdosen zum Beispiel sind ein beliebtes Motiv. Nur die Schreibfeder, die das Denkmal im Herzen Augsburgs ursprünglich zierte, die war 60 Jahre lang verschollen - und ist nun zurück. Dagmar Reitmeir (Mitte) hat sie Oberbürgermeisterin Eva Weber (rechts) und Theresia Gräfin Fugger von Glött zurückgegeben: Ihr Stiefvater hatte die 35 Zentimeter lange Feder offenbar als Kind zusammen mit Freunden gestohlen und dann über Jahre zu Hause aufbewahrt. Wegen des Kinderstreichs wissen die meisten Augsburger gar nicht, dass Hans Jakob Fugger ursprünglich neben einer Pergamentrolle auch eine Feder in der Hand hielt, die nun - als Kopie, falls wieder jemand auf dumme Gedanken kommt - wieder an ihren Platz zurückkehrt.

Augsburg: Künftig wird eine Kopie der berühmten Schreibfeder das Denkmal zieren.

Künftig wird eine Kopie der berühmten Schreibfeder das Denkmal zieren.

(Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg)

Dabei macht die Statue ohne Feder kaum Sinn, war Hans Jakob Fugger, der Großneffe des berühmten Kaufmanns Jakob Fugger, doch einer der größten Buchsammler des 16. Jahrhunderts. Allerdings konnte er im Gegensatz zu den anderen Generationen seiner Familie nicht gut mit Geld umgehen. Wegen seiner Schulden musste er seine Büchersammlung schließlich an Albrecht V. von Bayern verkaufen: Der Herzog von Bayern schuf auf dieser Grundlage die Hofbibliothek in München, aus der die heutige Bayerische Staatsbibliothek entstand.

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