Prozess in Würzburg Sauerei im Steinbruch

Vor dem Schöffengericht in Würzburg muss sich ein Unternehmer verantworten, der die Umwelt mit Bauschutt verseucht haben soll.

(Foto: Olaf Przybilla)
  • Der ehemalige Geschäftsführer eines Schotterwerks im Kreis Würzburg steht vor Gericht, weil er auf seinem Gelände belasteten Schutt entsorgt haben soll.
  • Ein früherer Kollege wandte sich damit bereits vor drei Jahren an die Öffentlichkeit, um das "Kartell des Schweigens und Wegschauens" zu brechen.
  • Das Verfahren soll am 3. April fortgesetzt werden. Womöglich sagt dann auch der Ex-Mitarbeiter aus.
Von Olaf Przybilla, Würzburg

Zu Beginn der Jahres 2016 hat ein ehemaliger leitender Angestellter eines Schotterwerks in Aub im Kreis Würzburg sein Schweigen gebrochen, er wandte sich an die Medien. Im SZ-Gespräch sprach er vor drei Jahren von einer regelrechten "Müllmafia" auf dem Gelände in Unterfranken. Die Schilderungen klangen besorgniserregend: Seinen Angaben zufolge sollte in dem Werk über Jahre hinweg teerhaltiger Straßenschutt widerrechtlich entsorgt worden sein, auch von der Ablagerung von Altreifen, Werkstattabfällen und sogar eines Öltanks wollte der ehemalige Mitarbeiter wissen. Nun sitzt ...