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Schotterwerk-Betreiber:Bewährung wegen Gewässerverunreinigung

Der Geschäftsführer eines Schotterwerks in Franken hat Steinbruchfahrzeuge, unter anderem Radlader, illegal an einem See gewaschen und das Wasser verunreinigt. Dafür ist der 61-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss er 2500 Euro an eine Naturschutzorganisation zahlen und 35 000 Euro erstatten, da er Kosten für eine legale Fahrzeugreinigung gespart hat. Ursprünglich war der Inhaber des Werks in Aub bei Würzburg auch anderer Delikte wegen angeklagt. Er soll Firmen gestattet haben, unerlaubte und möglicherweise umweltschädliche Abfälle im Steinbruch abzulagern. Die Anklage ging von mehr als 15 000 Tonnen belastetem Material aus. Dies nachzuweisen wäre laut Staatsanwalt Thorsten Seebach aber langwierig und ungewiss gewesen. Daher verständigten sich alle Beteiligten darauf, den Klagepunkt fallen zu lassen. Im Gegenzug gab der Angeklagte die Fahrzeugwaschung in mehr als 900 Fällen zu. Angezeigt hatte den Geschäftsführer des Schotterwerks sein Bruder, der im Werk angestellt gewesen war.