Schon vor Veröffentlichung:Opposition zerpflückt Aigners Energiekonzept

Das Energieprogramm der Staatsregierung ist schon vor der Veröffentlichung in der Kritik. Ministerin Ilse Aigner will ihr Energiekonzept am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss vorstellen. Bereits an diesem Dienstag wird die Energiepolitik Thema einer aktuellen Stunde im Landtag sein, die die Grünen beantragt haben. Sie steht unter der Überschrift "Mehr Energie aus Sonne und Wind statt verhindern, täuschen und tricksen". Ein Hauptziel Aigners: Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2025 auf 70 Prozent steigen. Das ist den Grünen zu wenig. "Alleine die bereits beschlossene Abschaltung der noch drei bayerischen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 katapultiert den Anteil der Erneuerbaren auf deutlich über 60 Prozent", kritisierte Fraktionschef Ludwig Hartmann - "und das ohne jeglichen Zubau." Aigner habe es versäumt, eine Duftmarke zu setzen. Die Freien Wähler halten der Ministerin vor, in ihrer Verantwortlichkeit sei der Windkraftausbau zum Erliegen gekommen. Bürgerenergieanlagen seien aus dem Wettbewerb genommen und die Kraftwärmekoppelung sei durch verschlechterte Rahmenbedingungen unwirtschaftlich geworden, kritisierte Energieexperte Thorsten Glauber. Und durch die Zustimmung zu zwei großen Stromtrassen stünden hocheffiziente Gaskraftwerke still.

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