Schlösser, Gärten und Seen in Bayern:Die Besucher kehren zurück

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Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth ist seit 2012 Teil des Unesco-Welterbes. Initiiert wurde es von Wilhelmine, der Fürstin von Bayreuth. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen verzeichnen im Jahr 2022 gut 3,5 Millionen Gäste. Das sind fast dreimal so viele wie im Jahr davor. Welche Glanzpunkte Finanz- und Heimatminister Füracker für 2023 ankündigt.

Von Hans Kratzer, München

Welcher Staatsminister verkündet nicht gerne Wohltaten und erfreuliche Nachrichten. Das gilt natürlich auch für den Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU), dessen Mitteilung über die positive Entwicklung von Bayerns Schlössern, Burgen, Residenzen und Kulturdenkmälern auf eine tiefe ministerielle Zufriedenheit schließen lässt. "Fast dreimal so viele Besucher wie in 2021!", war auf dem Papier zu lesen. Früher hätte das der Präsident der Schlösserverwaltung verkünden dürfen, aber die Zeiten haben sich längst geändert, mittlerweile übernehmen das die Minister selber. Wenn die Schlösser glänzen, dann strahlt ganz Bayern.

Tatsächlich ist die Zahl der Besucher im Jahr 2022 deutlich gestiegen. Die Statistik verrät, dass mehr als 3,5 Millionen Menschen die Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung erkundet haben. Aus der Bilanz der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen geht überdies hervor, dass die Walhalla in Donaustauf, die Willibaldsburg in Eichstätt, die Burg Trausnitz in Landshut sowie das Alte Schloss Schleißheim und das Schloss Lustheim auffallend beliebt waren. 2022 wurden dort sogar mehr Besucherinnen und Besucher als noch 2019 - also vor der Corona-Pandemie - begrüßt.

Der Besuchermagnet schlechthin war wie immer Schloss Neuschwanstein mit 706 000 Besuchern. Das ist ein satter Zugewinn im Vergleich zu 2021, als Corona-bedingt lediglich 179 000 Gäste gezählt wurden. Dahinter liegen fast gleichauf das Residenzmuseum München (280 000) sowie die Schlösser Nymphenburg (273 000), Herrenchiemsee (269 000) und Linderhof (260 000). Die Königsschlösser sollen ja nach den Wünschen Bayerns bald zum Weltkulturerbe zählen, was aber auch Skepsis hervorruft. In Schwangau befürchten manche einen zusätzlichen Ansturm auf Neuschwanstein, das vor Corona jedes Jahr um die 1,5 Millionen Besucher geschluckt hat. Nach der Corona-Pause ist also wieder ein bisserl Luft nach oben.

Als wichtige Ereignisse im Jahr 2022 nannte Füracker unter anderem den Abschluss der Arbeiten im Thronsaal von Schloss Neuschwanstein sowie die Aufstellung der Büste von Max Planck in der Walhalla.

Weiter kündigte er an, dass im April 2023 das Opernhausmuseum in Bayreuth eröffnet werden soll. Anlässlich der Eröffnung sind von 23. April bis 7. Mai 2023 die Residenztage Bayreuth unter dem Motto "Welch ein Fest!" geplant. Auch in Schloss Johannisburg in Aschaffenburg soll der erste Bauabschnitt der Gesamtinstandsetzung beendet werden.

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Einen weiteren Glanzpunkt stellt Füracker für den 10. August 2023 in Aussicht. An jenem Tag soll das von der Bayerischen Schlösserverwaltung zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit neu konzipierte Museum im Verfassungskonvent des Augustiner-Chorherrenstiftes auf Herrenchiemsee - anlässlich des 75. Jubiläums der Tagung des Verfassungskonvents - eröffnet werden.

Die Bayerische Schlösserverwaltung ist Deutschlands größter staatlicher Museumsträger. Circa 1200 Beschäftigte betreuen 45 Schlösser, Burgen und Residenzen, 21 Seen, 27 historische Parkanlagen sowie mehr als 900 Einzelobjekte. Der Etat beläuft sich auf 165 Millionen Euro.

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