Regionalexpress bleibt auf freier Strecke liegenFahrgäste laufen selbst ins nächste Dorf

Auf den Gleisen geht nichts mehr? Dann muss man eben irgendwie anders in den nächsten Bahnhof kommen.
Auf den Gleisen geht nichts mehr? Dann muss man eben irgendwie anders in den nächsten Bahnhof kommen. Foto: Feuerwehr Eggmühl/Instagram

Nach einem technischen Defekt auf freier Strecke setzen zahlreiche Reisende den Weg zu Fuß nach Eggmühl fort. Die Bahn zeigt sich darüber wenig glücklich.

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Ein Regionalexpress von Regensburg nach München ist am Sonntag auf freier Strecke liegengeblieben – und einige Reisende stiegen trotz der Bitte, im Zug zu bleiben, aus und setzen ihren Weg zu Fuß fort. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte der Zug wegen einer technischen Störung seine Fahrt nicht fortsetzen. Kurz hinter Regensburg sei der Regionalexpress mit 300 bis 400 Insassen auf freier Strecke zum Stehen gekommen.

Wegen der sommerlichen Temperaturen und unterbrochener Stromversorgung im Zug gab der Lokführer demnach die Türen zu der vom Gleis abgewandten Seite zum Öffnen frei. Die Fahrgäste seien gebeten worden, im Zug zu bleiben.

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Ein Teil der Fahrgäste sei trotzdem ausgestiegen und zu Fuß nach Eggmühl, einem Gemeindeteil von Schierling, gelaufen. Deshalb musste den Angaben zufolge am Sonntagabend die Strecke zwischen Köfering (Landkreis Regensburg) und Eggmühl aus Sicherheitsgründen für mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt werden.

Die im Zug verbliebenen Fahrgäste holte die örtliche Feuerwehr aus dem Zug und geleitete sie ebenfalls zu Fuß nach Eggmühl. Dort konnten sich die Leute am Feuerwehrhaus erfrischen, auf die Toilette gehen oder das Handy laden, bis acht Ersatzbusse bereitstanden, um die Reisenden nach Landshut zu bringen. Der liegengebliebene Zug sei in den Bahnhof nach Eggmühl abgeschleppt worden.

Wenn ein Zug auf freier Strecke liegenbleibt, erfolgt die Weiterreise für die Fahrgäste den Angaben zufolge mit einem Ersatzzug, Bussen oder mithilfe einer Abschlepp-Lok. Grundsätzlich habe die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden dabei die höchste Priorität. Die Gründe zur technischen Störung am Zug würden noch untersucht.

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