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Sars-CoV-2-Teststudie:Gurgeln für die Sicherheit an Schulen

Die Gurgel-Pooltest-Studie des Regensburger Kindermediziners Michael Kabesch ist für öffentliche Schulen in Regensburg, Nürnberg, Passau und Erlangen geöffnet. Das Kultusministerium erlaubte nun die Teilnahme. Aktuell sind zwölf Regensburger Schulen und in Erlangen 31 Schulen sowie 18 Kindergärten beteiligt, weitere sollen sukzessive folgen. Der Regensburger Professor hatte 2020 mit den Gymnasiasten der Regensburger Domspatzen bereits eine Gurgel-Corona-Test-Studie durchgeführt. Nun unterstützt die Staatsregierung auch die breiter angelegte Studie "Wicovir", die Kabesch mit Erlanger Kollegen bis zu den Sommerferien durchführen will. Um möglichst viele Schulen einbinden zu können, geht Kabesch von einer Million Euro Kosten aus. Wie viel das Gesundheitsministerium beisteuert, ist noch offen.

Mit den Gurgel-Pooltests möchte der ärztliche Direktor des Klinikums St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Schulen Sicherheit und Öffnung ermöglichen. Dafür gurgeln Schüler und Lehrer zwei Mal pro Woche morgens daheim eine Lösung, spucken in zwei Röhrchen und schütten eines in der Schule in die Poolprobe. Vormittags ist klar, ob diese Sars-CoV-2-positiv ist. Dann sammeln Wissenschaftler die zweiten Röhrchen ein, um den Infizierten zu finden. Die Klasse wird sofort heimgeschickt. Mittags ist klar, wer positiv ist. Das Wicovir-Verfahren ist genauer als andere Schnelltests und schneller als die üblichen PCR-Tests. Geschwindigkeit sei entscheidend, sagt Kabesch, um Infektionen verhindern und werde mit den Mutanten noch einmal wichtiger.

© SZ vom 06.03.2021 / angu
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