Mittelfranken:57-Jährige nach mutmaßlicher Kohlenmonoxid-Vergiftung in Lebensgefahr

Ihr Mann fand sie und seinen 25-jährigen Sohn bewusstlos in ihrem Haus in Roth. In dieser Woche hatte es in Bayern bereits zwei ähnliche Notfälle gegeben, die tödlich endeten.

Eine 57-jährige Frau und ihr Sohn haben in ihrem Haus im mittelfränkischen Roth mutmaßlich eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Die Frau schwebe noch in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Am frühen Abend hatte ihr 61-jähriger Mann die Frau und seinen 25-jährigen Sohn bewusstlos im Wohnzimmer gefunden. Er wählte den Notruf und brachte die beiden ins Freie.

Die Feuerwehr stellte fest, dass der Kohlenmonoxidwert in dem Einfamilienhaus lebensgefährlich hoch war. Nach derzeitigem Stand sei dafür eine defekte Heizung verantwortlich, hieß es. Die Ermittlungen dauerten aber noch an. In dieser Woche hatte es in Bayern schon zwei Notfälle gegeben, bei denen von Kohlenmonoxid-Vergiftungen ausgegangen wird - beide waren tödlich:

Ein 52 Jahre alter Mann starb in Altomünster (Landkreis Dachau) nach einer CO-Vergiftung durch eine selbst montierte Gas-Therme. Seine 46 Jahre alte Lebensgefährtin, die ihn leblos in der gemeinsamen Wohnung gefunden hatte, kam schwer verletzt in eine Klinik, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Dienstag mitteilte.

Eine 68-jährige Frau starb in ihrem Haus in Gemünden (Landkreis Main-Spessart) wahrscheinlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Ihr Mann wurde in eine Klinik gebracht, wie die Polizei am Dienstagabend mitteilte. Der Sohn des Ehepaares habe seine Eltern am Dienstagnachmittag im Schlafzimmer ihrer Wohnung im Erdgeschoss regungslos gefunden und den Notruf gewählt.

Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das den Sauerstofftransport durch das Blut verhindert und so oft in kurzer Zeit zum Tod führt.

© SZ.de/dpa/amm/van
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