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Rosenheim:Mann gibt sich als Mörder aus und muss Polizeikosten tragen

In einem Supermarkt hat der damals 67-Jährige behauptet, gerade einen Menschen getötet zu haben - und damit einen Großeinsatz ausgelöst.

In einem Supermarkt hat sich ein Rosenheimer als Mörder auf der Suche nach dem nächsten Opfer ausgegeben - nun muss er den dadurch verursachten Polizei-Großeinsatz bezahlen. 3240 Euro müsse er für die Fahndung mit mehreren Polizeistreifen entrichten, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch in Rosenheim mit.

Ende Februar hatte der zunächst unbekannte Mann laut Polizei eine Ladenangestellte mit seinem Geständnis in Angst und Schrecken versetzt, gerade einen Menschen getötet zu haben. Seine Hand sei dabei offensichtlich mit Blut verschmiert gewesen. Kurz darauf verschwand er, sorgte mit seiner Äußerung aber für eine Großfahndung. Etwa einen Monat später kamen die Ermittler auf die Spur des damals 67-Jährigen und stellten fest, dass er niemanden getötet hatte. Das angebliche Opfer sei wohlauf gewesen.

Das Amtsgericht habe daraufhin einen Strafbefehl wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten erlassen, berichtete die Polizei. Außerdem sei eine "empfindliche" Geldstrafe verhängt worden, die er zusätzlich zu den Einsatzkosten bezahlen müsse.

© SZ.de/dpa/amm
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