Spielzeit 2025/2026 am Theater RegensburgWarten auf das Upgrade

„Moby Dick“ ist eine der Inszenierungen, die in Regensburg weiterhin im Spielplan bleiben. Die Wiederaufnahme ist im Oktober.
„Moby Dick“ ist eine der Inszenierungen, die in Regensburg weiterhin im Spielplan bleiben. Die Wiederaufnahme ist im Oktober. Tom Neumeier Leather

Regensburg wartet weiter darauf, ein Staatstheater zu haben. Das Programm des Mehrspartenhauses für 2025/26 steht indes mit 29 Premieren, auch wenn manche Positionen noch unbesetzt sind.

Von Yvonne Poppek, Regensburg

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„Auf dem Weg zum Staatstheater“, so ist der Titel der Eröffnungsfeier des Theaters Regensburg am 13. September. Eigentlich hätte das Mehrspartenhaus zu Beginn der Spielzeit längst Staatstheater sein sollen. Doch das Upgrade und die Millionenförderung lassen auf sich warten. Der Freistaat plant mit Einsparungen, und die Mittel für Regensburg stehen unter Vorbehalt des Doppelhaushalts 2026/27. Wann der Weg zum Staatstheater also an sein Ziel kommt, ist offen.

Gleichwohl plant Regensburg – auch mit dato aufgrund der ausfallenden Förderung noch einigen unbesetzten Stellen – mit  29 Premieren plus Konzerten. „Existenzen“ ist das programmatische Motto der Spielzeit unter Intendant Sebastian Ritschel.

John Coriglianos Opernspektakel „The Ghosts of Versailles“ eröffnet den Premierenreigen am 27. September, dicht gefolgt von der kritischen Gesellschaftskomödie „Lob der Gerechten“ (28.9.), ein Auftragswerk an Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Der Schwerpunkt liegt in Regensburg beim Schauspiel, bei Gegenwartsdramatik von Raphaela Bardutzky oder einer „Nora“-Fassung, wie sie zuerst an den Münchner Kammerspiele zu sehen war. Und einem starken Zugriff im Jungen Theater, die von einer Bilderbuchadaption bis zu einem Community-Projekt zu Mary Shelleys „Frankenstein“ reicht.

Große Operntitel wie „Rigoletto“ oder „Alcina“ und die deutsche Erstaufführung des Musicals „Charlie und die Schokoladenfabrik“ dürften Blockbuster im Programm sein. Im Mai ist Regensburg zudem Gastgeber der Bayerischen Theatertage, dem Best-of der Schauspielbühnen – immerhin doch ein Zuckerl für die theateraffine Stadt, die ihrem Mehrspartenhaus in der vergangenen Spielzeit eine Auslastung von 90 Prozent beschert hat.

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