Süddeutsche Zeitung

Regensburg/Landshut:Schäden nach Sprengung

4500 Regensburger mussten wegen 250-Kilo-Bombe Häuser verlassen

Die Sprengung einer Fliegerbombe in Regensburg hat am Mittwochmorgen einige umliegende Gebäude beschädigt. Bei einer ersten Bestandsaufnahme stellten Einsatzkräfte leichte Schäden an Dach und Fassade zunächst an einem Gebäudes fest, wie eine Sprecherin der Stadt Regensburg sagte. Zudem seien Glasscheiben zu Bruch gegangen. Wie hoch die Schadenssumme ist, war am Mittag noch nicht absehbar. In München war im Jahr 2012 eine Fliegerbombe gesprengt worden. Dabei entstand ein hoher Schaden an umliegenden Gebäuden.

Die 250 Kilo schwere Fliegerbombe in Regensburg war am frühen Mittwochmorgen mit einem Spezialroboter gesprengt worden. Die rund 4500 Regensburger, die über Nacht in Sicherheit gebracht worden waren, konnten am Morgen nach und nach in ihre Häuser zurückkehren. Zeitweise waren bis zu 400 Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften im Einsatz. Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstagnachmittag bei Bauarbeiten an der Bukarester Straße gefunden worden. Im Regensburger Messerschmitt-Werk ließen die Nationalsozialisten einst Kriegsflugzeuge produzieren. Das Areal war Ziel mehrerer US-Luftangriffe, weswegen sich dort bis heute Blindgänger finden.

Auch in Landshut hatten Bauarbeiter am Mittwoch eine Fliegerbombe entdeckt. Sprengmeister stellten schnell fest, dass sie keinen Zünder mehr hatte und somit nicht mehr gefährlich war, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Bombe habe gefahrlos abtransportiert werden können. Zuvor gesperrte Straßen wurden freigegeben. Sechs Einfamilienhäuser waren evakuiert worden. Ein nahe der Baustelle gelegenes Kinderkrankenhaus musste nicht geräumt werden. Polizei und Klinikleitung hatten schon die Evakuierung zu planen begonnen.

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Quelle:
SZ vom 25.04.2019 / dpa
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