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Regen: Trauer um getötete Soldaten:Termin für Trauerfeier

Der Termin für die Trauerfeier für die in Afghanistan getöteten Soldaten steht fest. Auch Verteidigungsminister zu Guttenberg wird in Regen erwartet.

Die Trauerfeier für die in Afghanistan getöteten Soldaten soll am Freitagnachmittag in der Stadt Regen im Bayerischen Wald stattfinden. Das bestätigte am Dienstagmittag ein Sprecher der Bundeswehr auf dapd-Anfrage.

Tote Soldaten zurück in Bayern

Die in Afghanistan gefallenen Soldaten werden am Dienstagmorgen auf dem Flughafen Nürnberg von ihren Familien und Kameraden bei der Überführung empfangen.

(Foto: dpa)

Die drei Männer, die am Freitag bei einem Anschlag ums Leben gekommen waren, hatten dem in Regen stationierten Panzergrenadierbataillon 112 angehört. Die getöteten Soldaten waren in der Nacht zum Dienstag nach Deutschland überführt worden.

Wie ein Sprecher der Stadtverwaltung von Regen mitteilte, ist in der Stadtpfarrkirche St. Michael um 15 Uhr ein zentraler Trauergottesdienst geplant. Die Teilnahme von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an der Trauerfeier stehe bereits fest, über das Kommen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei noch nicht entschieden, sagte der Sprecher. Derzeit werde überlegt, den Gottesdienst auf den Stadtplatz von Regen zu übertragen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.

Am Freitag hatte in der Provinz Baghlan ein afghanischer Soldat im Bundeswehraußenposten "OP North" aus nächster Distanz auf eine Gruppe deutscher Soldaten geschossen. Dabei kamen drei Soldaten ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Die getöteten Soldaten waren in der Nacht zum Dienstag mit einem Airbus der Luftwaffe nach Deutschland gebracht worden.

Die Maschine landete nach Angaben der Bundeswehr um 0.50 Uhr auf dem Flughafen in Nürnberg. Dort seien die Särge im Rahmen eines militärischen Zeremoniells, an dem auch Angehörige teilnahmen, von einer Abordnung der Panzerbrigade 12 in Empfang genommen worden.

Faschingszug in Regen abgesagt

In Stadt und Landkreis Regen reagierte die Bevölkerung tief betroffen auf die Nachricht aus Afghanistan. Ein für Faschingssonntag geplanter Faschingsumzug wurde umgehend abgesagt. "Jetzt ist die Zeit der Trauer und des Mitgefühls für die betroffenen Familien. Es ist nicht die Zeit der Fröhlichkeit", begründete Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald (Freie Wähler) diesen Schritt.

Bei den Toten handelt es sich nach Presseberichten um einen 30 Jahre alten Hauptfeldwebel, einen 22 Jahre alten Stabsgefreiten und einen 21-jährigen Hauptgefreiten. Der 30-Jährige war in Langdorf unweit von Regen zuhause. Er hinterlässt eine Frau und eine kleine Tochter. Im Offiziersheim der Bayerwaldkaserne in Regen liegen seit dem Wochenende Kondolenzbücher auf, in denen sich die Bürger eintragen können.

© dapd-bay/bica

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