Regen Stausee verschwindet über Nacht

Wo früher ein See war, ist nur noch eine Schlammwüste zu sehen. Über Nacht ist der Stausee bei Regen ausgelaufen. Die Ursache ist noch unklar.

Nach einem Wehrbruch ist ein Stausee beim niederbayerischen Regen über Nacht fast komplett ausgelaufen. Das Wasser sei in einer kleinen Flutwelle den Schwarzen Regen hinuntergelaufen, sagte der Sprecher des Landratsamts, Anton Weghofer. "Man sieht eine große Schlammwüste, wo früher der See war", sagte er. In dem Becken des ehemals 800 Meter langen und 200 Meter breiten Sees seien nur noch Wasserreste. Um die Auswirkungen auf den Fluss zu überprüfen, haben Fachleute bereits Wasserproben entnommen. Ein Fischsterben werde aber nicht befürchtet.

Über Nacht ausgelaufen: der Stausee bei Regen in Niederbayern.

(Foto: Foto: dpa)

Die Ursache für das Entstehen des Lecks ist nach Angaben des Landratsamts unklar. Das Wasser sei vermutlich seit den frühen Morgenstunden des Freitags abgeflossen. Beim Eintreffen der Polizei gegen acht Uhr war der See zum großen Teil schon verschwunden."Als wir kamen, war das Ganze schon gelaufen", sagte ein Polizeisprecher.

Es seien aber zu keiner Zeit Menschen gefährdet gewesen. Der Wasserpegel des Schwarzen Regen habe nur bis zu einem halben Meter über der normalen Höhe gelegen.

Grund für das glimpfliche Geschehen war vermutlich die geringe Wassermenge in dem Stausee. Nur an der tiefsten Stelle war das Wasser laut Landratsamt drei bis vier Meter tief. Trotzdem flossen in wenigen Stunden schätzungsweise mehr als 300.000 Kubikmeter Wasser ab. An dem Stausee gibt es ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung.

Das Landratsamt Regen verpflichtete den Betreiber dazu, das Wehr möglichst schnell zu reparieren.