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Rauchverbot:Auszeit in Rom

In München hat das Kreisverwaltungsreferat am Sonntag mit den stichprobenartigen Kontrollen der früheren Raucherkneipen begonnen. 41 Lokale seien kontrolliert worden, teilte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats mit. Das KVR habe drei Bußgeldverfahren eingeleitet. Dass das Rauchverbot eingehalten werde, lasse sich aus diesen Zahlen aber noch nicht ablesen, sagt der Sprecher. "Eine Prognose, wie das Rauchverbot eingehalten wird, ist noch schwierig", sagt der Sprecher.

Trotzdem gibt sich das KVR wie auch der Bayerische Städtetag zuversichtlich: Es werde keine Raucherpolizei geben, kündigten Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle und Städtetags-Geschäftsführer Reiner Knäusl an: "Wir gehen davon aus, dass das eingehalten wird", sagte Knäusl.

Und auch Sebastian Frankenberger gibt sich zuversichtlich, was die heftigen Reaktionen auf seine Person betrifft. Er glaubt, dass der Zorn seiner Mitbürger bald verrauchen werde. "In ein paar Wochen beruhigt sich das schon wieder", sagt er. Derzeit nimmt er sich übrigens eine Auszeit von Passau: Er ist gemeinsam mit etwa 45.000 bayerischen Messdienern bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom. Das mit dem Nichtraucherschutz, sagt Frankenberger gutgelaunt, klappe im Vatikan bereits bestens.

Doch selbst im Kirchenstaat gilt das Rauchverbot nicht ausnahmslos: Die Weihrauchfässer dürfen die Ministranten weiter schwenken.