Prozess in Nürnberg100 Mal Missbrauch – und mindestens eine Vergewaltigung

Der Prozess fand am Strafjustizzentrum in Nürnberg statt.
Der Prozess fand am Strafjustizzentrum in Nürnberg statt.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Das Landgericht Nürnberg verurteilt einen 59-Jährigen, weil er sich wiederholt an seiner Frau und seiner Stieftochter vergangenen hat, zu fast zehn Jahren Haft. Dabei lässt das Gericht viele Fälle gar nicht in das Urteil einfließen.

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Ein 59-Jähriger hat seine Frau auf einem Parkplatz mit anderen Männern vergewaltigt und seine Stieftochter über Jahre missbraucht. Das Landgericht Nürnberg verurteilte den Mann deshalb zu einer Haftstrafe von neuneinhalb Jahren, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass er das Mädchen von 2004 bis 2011 in mehr als 100 Fällen im Kinderzimmer und in einem Hinterraum seiner Werkstatt schwer sexuell missbraucht hatte. Die Richter waren auch überzeugt, dass der Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt seine Frau auf einem Rastplatz an der A 73 zusammen mit drei unbekannten Männern vergewaltigt hatte.

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Die Staatsanwaltschaft hatte ihm außerdem Vergewaltigung in 80 weiteren Fällen vorgeworfen. Über das Internet soll er den Vorwürfen zufolge Kontakt zu fremden Männern aufgenommen und diese zum Sex mit sich und seiner Frau nach Hause eingeladen haben, was diese nur aus Angst über sich ergehen lassen haben soll.

Das Landgericht war laut der Gerichtssprecherin aber nicht davon überzeugt, dass es sich dabei tatsächlich um Vergewaltigungen gehandelt hat – und sprach ihn bezüglich dieser Vorwürfe frei.

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