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Prozess:Leiche im Kofferraum: Beschuldigter schweigt

Im Prozess um eine Kofferraumleiche hat der Beschuldigte am ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth die Aussage verweigert. Dem 22-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft vor, im November vergangenen Jahres eine Frau in der Tiefgarage eines Nürnberger Wohnhauses vergewaltigt und getötet zu haben. Der Mann soll die 57-Jährige nachts im Treppenhaus der Garage überfallen und sich an ihr vergangen haben. Anschließend soll er sie mit einer übergestülpten Plastiktüte und dem Trageriemen der Lederhandtasche der Frau erdrosselt und sie zusätzlich erstochen haben.

Im Auto seines Opfers war er in derselben Nacht auf der Autobahn 73 bei Bamberg von einer Polizeistreife gestoppt worden, weil er in Schlangenlinien unterwegs war. Im Kofferraum entdeckten die Beamten die Leiche der Frau. Vor Gericht schilderten sie am Donnerstag, wie sich der Beschuldigte widerstandslos festnehmen ließ. Er habe dabei apathisch gewirkt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft leidet der Beschuldigte unter einer schizophrenen Psychose. Weil sich in einem Gutachten Zweifel an der Schuldfähigkeit des Mannes ergaben, wurde der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben und stattdessen seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Die 30-jährige Tochter der Getöteten tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf.