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Polling:Zu viele Stimmen bei Kommunalwahl

Polling im Landkreis Weilheim-Schongau ist mit seinen rund 3300 Einwohnern nicht sehr groß, und doch musste nach den Kommunalwahlen dort besonders viel gezählt werden. Schon dass es am Sonntag keine Stichwahl ums Bürgermeisteramt gibt, entschied sich nur um eine Stimme: CSU-Kandidat Martin Pape erhielt vor zwei Wochen 1025 von 2048 gültigen Stimmen - eine weniger, und Bürgermeisterin Felicitas Betz hätte die Chance bekommen, ihr Amt zu verteidigen. Nachgezählt wurde aber nicht nur zur Bestätigung dieses Ergebnisses, sondern auch wegen der Wahl zum Gemeinderat: Bei der fanden sich in der Urne im Ortsteil Etting drei Stimmzettel mehr, als zuvor ausgegeben worden waren. Selbst wenn ein Wahlhelfer versehentlich einem oder mehreren Ettingern zu viele Zettel geben haben sollte, hätte jeder nur einen ausfüllen dürfen. Womöglich habe jemand Briefwahl-Stimmzettel anderer Leute mitgebracht und in die Urne geworfen, sagt Wahlleiterin Susanne Zwick am Freitag. "Das ist ein Fehler, den wir nicht aufklären können." Zwick betont, dass es die Unstimmigkeit nur bei den Stimmzetteln für den Gemeinderat gegeben habe, nicht aber bei denen für Bürgermeister, Landrat und Kreistag. Eine Wirkung auf die Zusammensetzung des Rats nach Listen können die drei Stimmen laut Zwick nicht gehabt haben - wohl aber auf zwei Kandidaten derselben Liste, von denen es einer mit zwei Stimmen mehr in den Rat geschafft hat. Wie es weitergehen soll, muss das Landratsamt klären.

© SZ vom 28.03.2020 / kpf

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