PolizeiermittlungUnbekannte übergießt Claudia Roth mit Flüssigkeit

Auf der Motorhaube eines Streifenwagens steht der Schriftzug „Polizei“.
Auf der Motorhaube eines Streifenwagens steht der Schriftzug „Polizei“. (Foto: David Inderlied/dpa/Illustration)

Inmitten fröhlicher und ausgelassener Feierstimmung bei einem Historienfestspiel in Niederbayern wird Kulturstaatsministerin Claudia Roth von einer Unbekannten mit einer Flüssigkeit attackiert. Die Polizei ermittelt.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Landshut (dpa/lby) - Eine Unbekannte hat bei einem Mittelalter-Festspiel in Landshut Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit einer Flüssigkeit überschüttet. Die Grünen-Politikerin wurde nicht verletzt, die Polizei ermittelt nach Angaben vom Montag wegen Beleidigung und wertet Zeugenaussagen aus. Die Täterin sei nach der Attacke am Sonntagnachmittag unerkannt in der Zuschauermenge verschwunden. „Angriffe gegen Politikerinnen und Politiker sind niemals legitimer Protest, sondern stehen immer außerhalb unseres demokratischen Grundkonsens“, sagte Roth am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unbekannt, ebenso unklar war, mit welcher Flüssigkeit Roth übergossen wurde. Möglicherweise sei es Wasser gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Eine Sprecherin Roths teilte mit: „Jetzt gilt es zunächst die Ermittlungen der zuständigen Behörden abzuwarten.“

Roth teilte weiter mit: „Die Verrohung der Debatte, den Hass und die Hetze, spüren viele Menschen mittlerweile am eigenen Leib: Lokalpolitiker vor Ort, Journalistinnen, die über Demonstrationen berichten, die vielen Menschen, die sich zum Beispiel gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit aussprechen.“ Dem müssten sich alle demokratischen Kräfte lautstark entgegenstellen.

Roth saß auf der Ehrentribüne bei der Premiere des Historienspiels „Landshuter Hochzeit 1475“. Zehntausende Besucher waren in der Altstadt von Landshut unterwegs. Nach dem Vorfall verließ Roth die Veranstaltung. Die 68-Jährige gehörte wie Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zu den Ehrengästen des Festspiels, das seit 2018 Teil des immateriellen Kulturerbes der Unesco ist.

© dpa-infocom, dpa:230703-99-265842/3

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