Politischer Aschermittwoch"Kehrt zurück und lasst die Nazis alleine in der AfD"

Markus Söder empfiehlt AfD-Mitgliedern den Parteiaustritt, Katharina Schulze stellt sich den Ministerpräsidenten in Latzhose und Jesuslatschen vor. Manfred Weber will sich nicht von Trump erpressen lassen. Die Zitate vom politischen Aschermittwoch.

"Kehrt zurück und lasst die Nazis alleine in der AfD. Es ist Zeit für einen Richtungswechsel": Beim politischen Aschermittwoch in Passau ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die gemäßigten Mitglieder der AfD zum Parteiaustritt auf. Die AfD sei keine Partei der vereinsamten Konservativen, insbesondere der Flügel um den Rechtsaußen Björn Höcke aus Thüringen sei klar auf dem Weg ins Rechtsextreme. Wer sich davon nicht vereinnahmen lassen wolle, müsse austreten. Wenn Deutschland, wie von der AfD in ihrem Europawahlkampf ins Gespräch gebracht, die Europäische Union verlassen würde, sei dies das Ende der Freiheit, das Ende des Wohlstands "und das Ende der europäischen Idee, wie wir sie kennen", sagt CSU-Chef Söder.

Auch über die Zusammenarbeit mit der Schwesterpartei CDU spricht Söder, der seit Januar CSU-Vorsitzender ist. "Wir sind zwei Parteien, aber beim Thema Zuwanderung ein Kurs", sagt er. "Es gibt eine neue Linie der CDU, die die alte der CSU ist." Der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer könne er versprechen: "Mit uns wird sich 2015 und der ganze Streit danach nicht wiederholen." Einer Zusammenarbeit mit den Grünen erteilt Söder dagegen eine Absage. Die unbegrenzte Zuwanderung, die zumindest Teile der Grünen forderten, sei nicht der Weg der CSU. Zwar räumt Söder ein: "Zuwanderung belebt, in der Wirtschaft, in der Kultur, im Sport." Jedoch: "Europa bleibt nur dann dieses Europa, das wir wollen, wenn all diese Fragen geordnet stattfinden. Es bleibt nur dann ein solches Europa, wenn die Zuwanderung gesteuert wird."

Bild: dpa 6. März 2019, 12:492019-03-06 12:49:37 © SZ.de/dpa/AFP/amm/sim