Perseiden:Sternschnuppenregen über Bayern

Geminiden Sternschnuppenregen

Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde werden in der Nacht auf Freitag zu beobachten sein.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

In dieser Nacht lohnt der Blick zum Himmel ganz besonders. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr sind so viele Sternschnuppen zu sehen, wie wenn die Perseiden ihren Höhepunkt erreichen. Wann Sie in Bayern wohin schauen sollten.

Es ist ein Spektakel, das sich jedes Jahr aufs Neue vollzieht: Zwischen 17. Juli und 24. August erreicht der Meteorstrom der Perseiden die Erde und sorgt für lautlose Feuerwerke am Himmel. Die meisten davon sind immer pünktlich am 12. August zu sehen, dann lassen sich bei guter Sicht in der Nacht auf den 13. bis zu hundert Lichtspuren pro Stunde zählen. Aber auch an den Tagen davor und danach können bis zu fünfzig Sternschnuppen pro Stunde auftreten.

Zu verdanken sind die Sternschauer dem Kometen Swift-Tuttle. Er kommt zwar nur alle 130 Jahre an der Erde vorbei - zuletzt war das 1992 der Fall -, allerdings durchquert die Erde auf ihrer Umlaufbahn jedes Jahr die Staubspur, die er auf seiner Reise durchs All hinterlässt. Seine Partikel, die in der Atmosphäre verglühen, sorgen so jedes Jahr zuverlässig für einen Regen von Sternschnuppen.

Die ersten Perseiden werden an diesem Donnerstag gut ab zehn Uhr abends im Nordosten am Horizont zu sehen sein, im aufsteigenden Sternbild des Perseus. Von dort aus werden sie in den darauffolgenden Stunden immer weiter nach oben wandern. Für den Beobachter bedeutet das also: Geduld wird belohnt. Im Laufe der Nacht sind die Sternschnuppen immer besser zu erkennen. Die allermeisten von ihnen werden gegen zwölf Uhr zu sehen sein, aber keine Sorge, ihre Anzahl sinkt nur langsam. Viel wichtiger ist es, sich einen dunklen Ort zu suchen mit möglichst wenig anderen Lichtquellen in der Umgebung. Parks oder Seen dürften hierfür besonders geeignet sein.

Dieses Jahr muss aber niemand lange aufbleiben, um überhaupt etwas zu erkennen: Die Lichtverhältnisse sind besonders gut, da das Mondlicht den Blick nur wenig stört. Am 12. August versinkt die schmale Mondsichel bereits um kurz nach halb elf und bereitet damit vergleichsweise früh eine optimale Kulisse für das Feuerwerk am Firmament. Und auch das Wetter scheint weitestgehend mitzuspielen: In den meisten Teilen Bayerns ist um 23 Uhr ein nahezu wolkenloser Himmel vorausgesagt, in Schwaben und an den Alpenrändern könnten allerdings Wolken die Sicht erschweren. Dort kann es laut deutschem Wetterdienst in der Nacht auch zu schweren Gewittern kommen. Wer die Sternschnuppen also in jedem Fall beobachten möchte, der sollte die Nacht lieber woanders verbringen.

© SZ.de/sigr
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