BahnSperrung im Pegnitztal dauert wohl mindestens ein Jahr

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Die historischen Brücken im Pegnitztal müssen ertüchtigt werden.
Die historischen Brücken im Pegnitztal müssen ertüchtigt werden. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Bahn veröffentlicht eine ernüchternde Prognose zur Sperrung der viel genutzten Pendlerstrecke – vermeldet aber auch einen Fortschritt.

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Teile der reparaturbedürftigen Bahnstrecke im fränkischen Pegnitztal bleiben voraussichtlich bis September gesperrt und damit deutlich länger als ursprünglich geplant. „Nach aktuellem Stand“ sollten die Züge zwischen Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) und Pegnitz (Landkreis Bayreuth) „bis zum Ende der Sommerferien“ wieder verkehren, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Dienstag mit. Die Strecke wäre dann ein Jahr gesperrt.

Von einem Tag auf den anderen hatte die DB Infrago den Zugverkehr auf den Gleisen, die Nürnberg und Bayreuth verbinden, im September 2025 eingestellt, nachdem technische Überprüfungen Schäden an 18 Brücken offenbart hatten. Ursprünglich war die DB-Tochter davon ausgegangen, die Strecke bereits im Februar 2026 wieder freigeben zu können, anschließend war vom Frühsommer die Rede. Immerhin auf einen Teil trifft dies laut Bahn tatsächlich zu: Auf dem Abschnitt zwischen Pegnitz und Neuhaus sollen demnach bereits von Anfang Mai an wieder Züge fahren und den Ersatzverkehr mit Bussen ablösen. Für Reisende sei dies eine „Erleichterung“.

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Die Verzögerung auf den übrigen Abschnitten dagegen bedeutet für Pendler eine Geduldsprobe. Wer zwischen Bayreuth und Nürnberg unterwegs ist, wird weiterhin auf den Schienenersatzverkehr mit dem Bus angewiesen sein, der stündlich und ohne Halt zwischen den beiden Städten verkehrt. Auch von Neuhaus nach Hersbruck sollen weiterhin Busse zum Einsatz kommen.

Gründe für die weitere Verzögerung nannte die Bahn in ihrer Mitteilung am Dienstag nicht. Stattdessen hieß es, die Planungen für die Instandsetzung der teils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Brücken konkretisierten sich „nun zunehmend“ und die ersten Arbeiten hätten begonnen, nachdem spezialisierte Ingenieurbüros die Bauwerke zuletzt „intensiv auf ihren Zustand und ihre Statik untersucht“ hätten. Zurzeit würden Arbeiter Fugen erneuern und verpressen, lose Mauerwerkssteine an den Brücken mit Nadeln und Ankern verstärken, Risse im Mauerwerk verschließen und verpressen sowie mögliche Hohlstellen im Mauerwerk verfüllen.

Die Brücken im Pegnitztal galten schon länger als baufällig, die DB Infrago will sie deshalb nach der laufenden Instandsetzung grundlegend erneuern. Sie reiche gerade schrittweise die Planfeststellungsanträge beim Eisenbahn-Bundesamt ein, hieß es am Dienstag.

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