Der Tiergarten Nürnberg legt Wert auf Transparenz. 37 Fragen und Antworten zur umstrittenen Tötung von Guinea-Pavianen finden sich auf der Internetseite des Zoos. Sogar Details des Schriftverkehrs mit einer walisischen Auffangstation, einem potenziellen Abnehmer der Primaten, hat der Tiergarten dort veröffentlicht. Direktor Dag Encke ging bereits vor mehr als einem Jahr in die Kommunikationsoffensive, bereitete die Öffentlichkeit in Interviews auf die aus seiner Sicht unvermeidbare Tötung der Affen vor. Das Gehege sei für die wachsende Pavian-Gruppe zu klein, das Konfliktpotenzial in der Gruppe zu groß, alle Alternativen ausgeschöpft.
Nürnberger TiergartenSchon 2011 wurde ein Pavian getötet – auch damals gab es Ermittlungen
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Der Nürnberger Zoo legte vor der Tötung gesunder Paviane vor einem Monat Wert auf Transparenz. Ein Detail ließ er unerwähnt: 2011 musste schon einmal ein Pavian sterben. Er hatte nach Angaben des Zoos damals Jungtiere, die noch auf Muttermilch angewiesen waren, ihren Müttern weggenommen.
Von Max Weinhold Hernandez, Nürnberg