München (dpa/lby) - Die Auszählung der Wahlergebnisse zur Bezirkswahl in Bayern hat auch am Montag noch angedauert. Bereits ausgezählte Wahlkreise zeigten, dass die CSU wieder zahlreiche Direktmandate erringen konnte. Im Schatten der Landtagswahl hatten die Bürgerinnen und Bürger in Bayern am Sonntag auch die neuen Bezirkstage gewählt.
Diese Parlamente in den sieben bayerischen Regierungsbezirken sind weniger prominent und bekannt als der Landtag. Die Bezirke bilden neben den Gemeinden und Städten sowie den Landkreisen die dritte kommunale Ebene in Bayern.
Bereits vollständig ausgezählt waren am Montag etwa die Stimmen im Bezirk Niederbayern. Die CSU belegte mit Abstand den ersten Platz mit 32,8 Prozent der Erststimmen, wie aus dem vorläufigen Ergebnis hervorging. Die Freien Wähler erhielten in Niederbayern 24,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 73,3 Prozent.
Ein ähnliches Bild zeigte sich im Bezirk Oberpfalz. 35,6 Prozent der Erststimmen hatten Politiker der CSU am Montagnachmittag auf sich vereint. Auf die Freien Wähler entfielen 22,6 Prozent der Erststimmen, mit 74,7 Prozent war die Wahlbeteiligung in der Oberpfalz etwas höher.
Bis Ergebnisse aus allen sieben Bezirken vorliegen, dürfte es noch etwas dauern. So erwartete etwa der Bezirk Schwaben am Montag, dass die Ergebnisse der Bezirkswahl erst an diesem Mittwoch vollständig vorliegen werden.
Gewählt wurden die Bezirksräte nach dem gleichen Prinzip wie beim Bundes- und Landtag: Die Wählerinnen und Wähler hatten eine Stimme für einen Direktkandidaten und eine Listenstimme. Allerdings besteht keine Fünf-Prozent-Hürde, also auch Parteien mit einem geringeren Stimmanteil können in den Bezirkstag einziehen. Da zunächst die Stimmen für die Landtagswahl am Sonntagabend ausgezählt wurden, standen die Ergebnisse der Bezirkswahl zunächst noch nicht fest.
Die sieben Bezirke im Freistaat erfüllen vor allem soziale Aufgaben, kümmern sich aber auch um die Bereiche Kultur, Heimatpflege, Bildung und Umwelt.
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