Wandern an OsternObacht in den Bergen, oben ist noch Winter

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In höheren Lagen liegt noch ordentlich Schnee, teilweise knietief.
In höheren Lagen liegt noch ordentlich Schnee, teilweise knietief. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Der Deutsche Alpenverein warnt vor Bergwanderungen am Osterwochenende, da ab 1800 Metern noch geschlossene Schneedecken liegen.
  • Oberhalb von 1500 Metern herrscht erhebliche Lawinengefahr durch frischen Schnee und Triebschnee an steilen Hängen.
  • Der DAV empfiehlt als Alternative Wanderungen durch Täler oder Mittelgebirge sowie Rad- und Mountainbike-Touren.
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Milde Temperaturen und Sonnenschein könnten am Osterwochenende viele Menschen in die Berge locken. Doch der DAV warnt vor Lawinengefahr – und hat Tipps für Alternativrouten.

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Frühling im Tal, ein Meter Schnee am Berg: Nach dem jüngsten Wintereinbruch warten am langen Osterwochenende je nach Höhe sehr unterschiedliche Bedingungen auf Ausflügler in den bayerischen Alpen. „Für Bergwanderungen ist es in vielen Regionen noch zu früh“, warnt der Deutsche Alpenverein (DAV). Bergsportler – ob zu Fuß oder auf Skiern – sollten besonders vorsichtig sein. Nicht zuletzt drohen Lawinen. Der frische Schnee lockt noch einmal auch die Skitourengeher.

In Bayerns Bergen liege ab der Waldgrenze auf 1800 Metern eine geschlossene Schneedecke, teils auch darunter. „Wer jetzt ohne entsprechende Ausrüstung unterwegs ist, bringt sich schnell in Gefahr auszurutschen oder zu durchnässen“, sagt Bergführer Stefan Winter, beim DAV als Ressortleiter für Sportentwicklung tätig. „Der Schnee liegt aktuell oft so hoch, dass man ohne Schneeschuhe oder Tourenski bis zu den Knien einsinkt und kaum vorankommt.“

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Zudem ist die Lawinengefahr nicht nur in den bayerischen Alpen zum Teil erheblich. Oberhalb von 1500 Metern galt am Mittwoch laut Lawinenwarndienst die dritthöchste Warnstufe. Der neu gefallene Schnee könne an steilen Hängen als Gleitschnee schnell ins Rutschen kommen. Außerdem könne vom Wind verwehter Triebschnee als gepackte Schneebretter abgleiten. Wanderer könnten diese nicht nur selbst auslösen, sondern auch auf tiefer gelegenen Wegen von Lawinen erfasst werden.

Wer angesichts der ungewöhnlichen Schneehöhen mit Schneeschuhen oder Tourenski in höhere Regionen aufsteigen will, sollte nicht ohne eine Notfallausrüstung für Lawinen losziehen – gerade wenn die Tour durch freies Gelände führt. Dazu zählen Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenschaufel und Lawinensonde. Auch dabei gelte es, steile Hänge zu meiden.

Lieber durch die Täler oder in den Mittelgebirgen wandern, rät der DAV

Für den Trip in die Berge sei angesichts des Wetters auch die richtige Ausrüstung wichtig, teilt der DAV mit. Neben festen, knöchelhohen und wasserdichten Bergstiefeln plus Gamaschen sollten Wanderinnen und Wanderer wechselnden Temperaturen anpassbare Kleidung, Sonnencreme und Kopfbedeckungen sowie Steigeisen und Stöcke nicht vergessen.

Grundsätzlich gelte deshalb – trotz Frühlingswetters im Tal: im Zweifel lieber umdrehen oder eine einfache und kurze Tour wählen. Wer einen Ausflug in die Berge plane, sollte sich ausführlich mit Schnee und Wetter auseinandersetzen, im Zweifel einen Blick auf Webcam-Aufnahmen vor Ort werfen und seine Pläne anpassen.

Sicherere Routen führen laut DAV derzeit zu tiefer gelegenen Zielen durch flaches Gelände. Ausflügler sollten an Ostern also lieber durch die Täler oder in den Mittelgebirgen wandern als sich 2000er-Gipfel in den Alpen als Ziele auszusuchen. Gerade in den Tälern seien derzeit auch Radl- und Mountainbike-Touren eine gute Alternative, für einen Ausflug in die Alpenregion.

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