Die Esel und die Lamas fressen friedlich vor sich hin, die Pfauen linsen möglicherweise etwas eifersüchtig nach den aufgehübschten Premierengästen. Nur der bayerische Kunstminister Markus Blume hat abgesagt, nicht zum ersten Mal, zwei Stunden vorher per Telefon, jemand sei krank in der Familie, trotzdem peinlich im Jahr des 30-jährigen Bestehens. Ludwig Baumann nimmt es gelassen und hält sich die Festrede vor der Eröffnungspremiere – Giacomo Puccinis „Tosca“ – einfach selbst. Schließlich hat der Intendant schon mehr mitgemacht, seit er 1997 auf Gut Immling Opernfestspiele ins Leben gerufen hat.
Festspiele auf Gut Immling30 Jahre Weltklasse-Oper zwischen Eseln und Lamas
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Ziegen auf der Weide, Puccini in der Reithalle – und im Chor singt eine Bäuerin, die zuvor noch Kühe gemolken hat. Das Immling-Festival ist noch immer eines der erstaunlichsten Opernfestivals Deutschlands.
