Egal, was man von diesem „Freischütz“ hält – kalt lässt er einen nicht. Am Ende entladen die Leute im Publikum, die schon während der ersten Hälfte beharrlich mit dem Kopf geschüttelt haben, ihre Wut in kräftigen Buh-Rufen. Sie mischen sich mit denen, die kaum laut genug Bravo schreien können, als das Regie-Team die Bühne des Staatstheaters Nürnberg betritt. Diese Oper macht etwas mit einem. Und wenn es auch nur das ist: eine momentweise Paranoia in einem auszulösen, sobald man Summgeräusche über sich wahrnimmt.
Premiere am Staatstheater Nürnberg„Der Freischütz“ spaltet das Publikum
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Eine Drohne als der Schwarze Jäger, Paintball statt Jagd, Dialoge vom Band – die Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito am Staatstheater Nürnberg lässt niemanden kalt.
Kritik von Paul Schäufele
