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Ökumenischer Studientag:Ermutigung zum Kirchenasyl

Beim ökumenischen Studientag Flüchtlingsarbeit und Kirchenasyl in München haben die Teilnehmer Abschiebungen nach Afghanistan als "eine nicht zu rechtfertigende Härte kritisiert". In einer Resolution haben die etwa 140 Teilnehmer, darunter viele Pfarrer, in deren Gemeinden selbst schon Kirchenasyl gewährt wurde, Gemeinden ermutigt, "afghanische Flüchtlinge, die abgeschoben werden sollen, ins Kirchenasyl zu nehmen". Der ökumenische Studientag stellte sich damit zumindest indirekt gegen einen Beschluss des evangelischen Landeskirchenrates, der mangels Aussicht auf Erfolg von einem Kirchenasyl für afghanische Flüchtlinge abrät. Ausnahmen seien Dublin-Fälle - also Afghanen, die in ein anderes EU-Land abgeschoben werden sollen. Hier sei es möglich, über das Kirchenasyl die Zuständigkeit deutscher Behörden zu erreichen.

© SZ vom 03.04.2017 / epd

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