Bläulich und leicht gelb sind die Fingerspitzen von Katharina Apfelbacher. Bläulich vom Pflücken des sogenannten Safrankrokus und gelb vom Herauszupfen der Safranfäden aus den violetten Blüten. Denn Safrananbau bedeutet echte Handarbeit. Morgens früh, wenn es noch kühl ist und die Sonne nicht so hoch steht, nimmt sich die junge Landwirtin aus Unterfranken einen Korb und geht damit einmal quer über die Straße auf das Safranfeld. Sie schreitet die Reihen ab und geht immer wieder in die Hocke: dort, wo kleine lilafarbene Krokusse aus dem Boden ragen. Sie greift den unteren Stiel mit Daumen und Zeigefinger und knipst die Blüte ab.
LandwirtschaftDas Rote Gold aus Franken
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Auf dem Ströhlershof bei Ochsenfurt experimentiert Landwirtin Katharina Apfelbacher mit neuen Produkten. Gerade erntet sie dort den Safran.
Von Lina Krauß, Ochsenfurt
