Oberstdorf Halter des Autowracks ist polizeibekannt

Der ausgebrannte Kleinwagen, der am Sonntag auf 1400 Metern Höhe in einem ausgetrockneten Bachbett zu Füßen des Berges Höfats gefunden wurde, beschäftigt weiterhin die Behörden. Der Fahrer des Autos ist wegen diverser Verkehrs- und Diebstahlsdelikten polizeibekannt, ihn erwartet ein umfangreiches Verhör bei der Polizei und eine saftige Rechnung des Landratsamtes Oberallgäu. Wie und warum der Wagen in das unwegsame Gelände gelangte und dort Feuer fing, wird erst in einigen Tagen klar sein. "Bevor wir mit dem Fahrer sprechen, müssen die Ermittlungen weit genug fortgeschritten sein", sagt Sprecher Christian Eckel vom Polizeipräsidium in Kempten. Der 30-jährige Halter des Fahrzeugs war am Freitag von einem Hubschrauber der Bergwacht unweit des Autos aus Bergnot gerettet worden. Der Pilot hatte das bereits erloschene Auto zwar wahrgenommen. "Er dachte aber, das sei ein Quad des Wirts der nahen Alpe", sagt Eckel. Erst als Medien über das Wrack berichteten, meldete sich der Pilot bei der Polizei. Das Auto wird nach Angaben des Landratsamts am Donnerstag mit geländegängigen Fahrzeugen vom Berg ins Tal gebracht. "Wir haben die Freigabe von der Polizei erhalten, dass sie das Auto nicht mehr brauchen", sagte eine Behördensprecherin. Dabei werde auch der Gesteinsboden ausgebaggert und mitgenommen, um Umweltschäden zu verhindern. "Es soll untersucht werden, ob der Boden möglicherweise kontaminiert ist", sagte die Sprecherin des zuständigen Landratsamtes. Die Kosten werden auf einen vierstelligen Betrag geschätzt. Dieser wird dem 30-jährigen Mann in Rechnung gestellt.