Furth im Wald:Polizei erwischt Tanktouristen

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Die bayerische Grenzpolizei hat am Wochenende acht Personen erwischt, die ohne triftigen Grund über die tschechische Grenze gefahren waren. Sie müssen nun in Quarantäne und mit Anzeigen rechnen.

Zum Tanken rüber nach Tschechien - das kann in der Corona-Zeit gravierende Folgen haben: Die bayerische Grenzpolizei hat am Wochenende in der Oberpfalz acht Personen erwischt, die ohne triftigen Grund über die tschechische Grenze gefahren waren, etwa zum Tanken oder um billige Zigaretten zu kaufen. Nun müssen sie für zehn Tage in Quarantäne und mit Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz rechnen, teilte die Polizei am Montag mit.

"Die Autofahrer kamen zum Teil von weit her", sagte ein Polizeisprecher. Manche seien aus Niederbayern oder dem 80 Kilometer entfernten Regensburg nach Furth im Wald gefahren und hätten dort die Grenze passiert - obwohl das Nachbarland als Risikogebiet gilt. Auf dem Rückweg gingen sie dann der Polizei ins Netz. "Einige waren sehr uneinsichtig und wollten sich nicht in Quarantäne begeben", so der Sprecher weiter. "Deshalb haben wir die Fälle an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet."

Indes hat die Polizei in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Menschen aus Österreich kontrolliert, die in Bayern einkauft hatten. Auf Grund der Quarantäneverordnung ist das derzeit nicht gestattet, wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte. Die Beamten wurden bei einer Verkehrskontrolle auf ein Ehepaar aus dem österreichischen Grenzort Braunau aufmerksam.

Der 38 Jahre alte Mann gab am Samstag an, nur schnell einkaufen gewesen zu sein. Ein Blick in den Kofferraum habe das bestätigt. Das Ehepaar erwartet nun ein Bußgeld. Nur kurze Zeit später wurde die Polizei wieder auf ein Ehepaar aus Braunau aufmerksam, das ebenfalls Lebensmittel in Bayern eingekauft hatte.

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