Nationalsozialismus:"Diese Geschichte ist ein Geschenk"

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Nationalsozialismus: Alois Roth wurde, wie alle Häftlinge, nach seiner Ankunft in Auschwitz fotografiert.

Alois Roth wurde, wie alle Häftlinge, nach seiner Ankunft in Auschwitz fotografiert.

(Foto: Archive of the Auschwitz-Birkenau State Museum)

Alois Roth war ein Sonderling, der gern philosophierte und auf die schiefe Bahn geriet. Die Nazis steckten ihn nach Auschwitz, den Krieg überlebte er nicht. Ein neuer Roman beleuchtet das Schicksal des Mannes, zu dem sie im Allgäu lieber schweigen.

Von Florian Fuchs, Obergünzburg

Sie haben ihn von der Seite fotografiert und von vorne, so wie alle Häftlinge. Alois Roth hat in Auschwitz eine Nummer bekommen, 173690. Und doch sind das keine üblichen Häftlingsbilder. "Er wirkt nicht wie jemand, der gerade in der Hölle angekommen ist", sagt Robert Domes. Alois Roth blickt nach seiner Ankunft in Auschwitz stolz in die Kamera, er reckt seinen Kopf. Auch bei seinen Recherchen in der Gedenkstätte in Auschwitz, erzählt Autor Domes, haben die Mitarbeiter dort gestaunt, als sie die Bilder genau betrachtet haben: Einen Mann, der bei seiner Ankunft im Konzentrationslager fast so etwas wie Zuversicht ausstrahlt, haben sie hier nicht oft gesehen.

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