Das Fenster füllt die Breite der Wand aus, trotzdem ist es ein wenig schummrig hier. Unter dem Fensterbrett steht eine eingebaute Holzbank mit Tisch, am anderen Ende eine Arbeitsfläche mit Küchengeräten und eine Spülmaschine, die rattert und rumpelt. Die braunen 70er-Jahre-Bodenfliesen glänzen, es riecht nach geräucherter Wurst. Obwohl im Hinterzimmer der Metzgerei so manches in die Jahre gekommen aussieht, steht hier alles auf Anfang. Stefan Vider sitzt am Holztisch. Mit seinem hochgestellten Kragen, den kniehohen Gummistiefeln und den hochgeschobenen Ärmeln sieht er aus wie einer, der anpackt. Und es besser machen will.
Metzger-Nachwuchs aus OberfrankenDer Wurstrebell
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Sechs Jahre arbeitete Stefan Vider in einer Fleischfabrik, dann hatte er die Nase voll. Gegen jeden Trend machte er sich selbständig - und hat mit seinem schlichten Laden großen Erfolg.
Von Max Weinhold, Schwarzenbach an der Saale
