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Oberbayern:Asylhelfer fordern Gespräch mit Herrmann

In einem offenen Brief fordern 110 oberbayerische Asylhelferkreise Abgeordnete auf, sich für ein Gespräch zwischen ihnen und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) einzusetzen. Der Brief wurde am Donnerstag per E-Mail an alle oberbayerischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten verschickt. Seit Langem bemühen sich die Flüchtlingsaktivisten darum, mit Herrmann direkt ins Gespräch zu kommen. Sie fordern unter anderem, abgelehnten Asylsuchenden künftig nicht sofort die Arbeitserlaubnis zu entziehen. Außerdem dürfe die Arbeitserlaubnis nicht an der Anerkennungsquote festgemacht werden. Viele Aktivisten empfinden die strikte Haltung der Staatsregierung beim Thema Asyl als inakzeptabel. In dem Brief betonen sie indes, konstruktiv mit der Staatsregierung zusammenarbeiten zu wollen: "Wir wollen nicht nur gegen etwas sein, vor allem wollen wir uns als Experten an der Basis als Gesprächspartner einbringen." Bereits am vergangenen Sonntag hatten knapp 1000 Menschen aus Oberbayern vor der Münchner Bavaria für die Rechte von Asylbewerbern demonstriert. "Wir wollten zeigen, dass in der Fläche des ganzen Regierungsbezirks Ehrenamtliche gegen die Abschiebung nach Afghanistan und gegen das Arbeitsverbot für Asylbewerber eintreten", heißt es in dem offenen Brief.