Ilse Aichinger begriff die Kindheit als „Höhepunkte der Existenz“. Aus diesem Grund nehmen Kinder in ihrem Werk einen breiten Raum ein. Schon in ihrem einzigen Roman „Die größere Hoffnung“, mit dem die gebürtige Wienerin drei Jahre nach Kriegsende als eine der ersten von der Verfolgung und Vernichtung der Juden Zeugnis ablegte, stehen sie als „Kinder mit den falschen Großeltern“ im Mittelpunkt. Allen voran Ellen, Tochter einer jüdischen, nach Amerika geflohenen Mutter und eines Offiziers.
Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“ am Staatstheater NürnbergWie Kinder der Verfolgung trotzen
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Wie gut lässt sich Ilse Aichingers Nachkriegsroman „Die größere Hoffnung“ auf die Bühne bringen? Salome Schneebelis Inszenierung wagt als deutsche Erstaufführung am Nürnberger Staatstheater viel – mit Erfolg.
Kritik von Florian Welle, Nürnberg

Neuer Briefband zu Annette Kolb:„Lieber tot als mundtot“
Die furchtlose Schriftstellerin und Pazifistin Annette Kolb pflegte Freundschaften mit den berühmtesten Kollegen ihrer Zeit. Ihre Korrespondenz mit Thomas Mann, Kurt Tucholsky oder Ilse Aichinger ist nun in einem neuen Briefband nachzulesen.
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