Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“ am Staatstheater NürnbergWie Kinder der Verfolgung trotzen

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Spielen im Angesicht des Todes: „Die größere Hoffnung“ nach dem Roman von Ilse Aichinger. Im Bild (v.l.n.r.): David Gaviria, Marion Bordat, Amadeus Köhli, Marie Dziomber und Alban Mondschein.
Spielen im Angesicht des Todes: „Die größere Hoffnung“ nach dem Roman von Ilse Aichinger. Im Bild (v.l.n.r.): David Gaviria, Marion Bordat, Amadeus Köhli, Marie Dziomber und Alban Mondschein. Ludwig Olah

Wie gut lässt sich Ilse Aichingers Nachkriegsroman „Die größere Hoffnung“ auf die Bühne bringen? Salome Schneebelis Inszenierung wagt als deutsche Erstaufführung am Nürnberger Staatstheater viel – mit Erfolg.

Kritik von Florian Welle, Nürnberg

Ilse Aichinger begriff die Kindheit als „Höhepunkte der Existenz“. Aus diesem Grund nehmen Kinder in ihrem Werk einen breiten Raum ein. Schon in ihrem einzigen Roman „Die größere Hoffnung“, mit dem die gebürtige Wienerin drei Jahre nach Kriegsende als eine der ersten von der Verfolgung und Vernichtung der Juden Zeugnis ablegte, stehen sie als „Kinder mit den falschen Großeltern“ im Mittelpunkt. Allen voran Ellen, Tochter einer jüdischen, nach Amerika geflohenen Mutter und eines Offiziers.

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SZ PlusVon Antje Weber

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