Madona L. wirkt gezeichnet von den vergangenen zwölf Monaten, so lange sitzt die 56-Jährige bereits in Untersuchungshaft. Die Fußfesseln lassen sie am Montag in kleinen Schritten in den Verhandlungsaal am Landgericht Nürnberg-Fürth tapsen, ihr Blick ist verzweifelt und furchtsam. Mit gesenktem Haupt vernimmt sie die Anklage, die eine Dolmetscherin in ihre Muttersprache übersetzt, das Georgische.
Landgericht Nürnberg-FürthSchleusung all inclusive
Lesezeit: 3 Min.

Die Betreiberin eines georgischen Reisebüros soll zwölf Landsleuten Pässe, Flüge und einen Arbeitsplatz in Deutschland beschafft haben. Vor Gericht gesteht sie die Taten – und wirkt schwer gezeichnet.
Von Max Weinhold, Nürnberg
