Nürnberg Ermittlungen zu Leck in Delfinlagune beendet

Nachdem vor mehr als sechs Jahren Salzwasser aus der Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten ausgetreten ist, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nun abgeschlossen. Gegen einen Mitarbeiter der Stadt wurde das Verfahren ebenso eingestellt wie gegen zwei Mitarbeiter eines beauftragten Architekturbüros. Allein gegen den verantwortlichen Mitarbeiter eines Planungsbüros wurden die Ermittlungen wegen fahrlässiger Bodenverunreinigung nur gegen Geldauflage in Höhe von anderthalb Monatsgehältern eingestellt, sagte die Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. Dieses Verfahren sei aber noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Laut Gutachten seien die ökonomischen wie ökologischen Folgen geringer gewesen als von vielen befürchtet. So seien etwa Fledermäuse sogar Gewinner des durch das Salzwasser veränderten Reichswaldbewuchses. Auch sei die enorme Planung lediglich in einem Punkt fehlerhaft gewesen. Die Tierschutzorganisation Peta hatte in der Causa Anzeige erstattet. Sie kann Beschwerde gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einlegen.