Nach OsternVerdi kündigt Warnstreiks in Nürnberg und Augsburg an

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Die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft VAG sind dazu aufgerufen, ihre Arbeit am kommenden Dienstag und Mittwoch niederzulegen.
Die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft VAG sind dazu aufgerufen, ihre Arbeit am kommenden Dienstag und Mittwoch niederzulegen. Foto: Stefan Puchner/dpa
  • Verdi kündigt nach Ostern Warnstreiks in Nürnberg am Dienstag und Mittwoch sowie in Augsburg am Dienstag an.
  • Die Gewerkschaft fordert für 9000 Beschäftigte 550 Euro Lohnerhöhung in zwei Stufen und Arbeitszeitreduzierung.
  • Die Arbeitgeber boten bei 24 Monaten Laufzeit über sechs Prozent Entgeltsteigerung und eine Stunde weniger Arbeitszeit.
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Fahrgäste müssen einmal mehr umplanen. In mehreren Städten gibt es wieder Warnstreiks im ÖPNV. Die Gewerkschaft Verdi macht damit im Tarifkonflikt um bessere Arbeitsbedingungen erneut Druck.

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Die Gewerkschaft Verdi setzt nach Ostern die Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fort. In Nürnberg und Augsburg soll der Verkehr ganztägig lahmgelegt werden.

In Augsburg soll am Dienstag gestreikt werden. Betroffen seien sowohl Straßenbahn- als auch Stadtbuslinien im gesamten Stadtgebiet. Fahrgäste müssten an diesem Tag mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die Stadtwerke Augsburg baten ihre Fahrgäste, vorsorglich auf andere Anbieter wie die Buslinien des AVV oder Regionalbahnen umzusteigen. „Anders als in manchen anderen Städten, wie etwa München, sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden“, hieß es.

In Nürnberg sind die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft VAG am Dienstag und Mittwoch aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen am Dienstag zunächst nur Wartungsarbeiten in Nürnberg betroffen sein, Mittwoch werde es dann größere Auswirkungen geben. Betroffen sind laut Verdi vor allem die U-Bahn, die Straßenbahn und der Busverkehr im gesamten Stadtgebiet, nicht aber die S-Bahn. Der Streik dürfte sich auch für das Nürnberger Volksfestes auswirken, das am Osterwochenende startete und bis zum 26. April dauern soll. Besucherinnen und Besucher müssten mit Problemen bei der An- und Abreise rechnen.

Nach Angaben von Verdi soll in der kommenden Woche auch in anderen bayerischen Städten die Arbeit niedergelegt werden. Wo genau, war zunächst unklar. Zudem gebe es Planungen für eine landesweite Aktion, aber noch kein genaues Datum, sagte ein Gewerkschaftsvertreter der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gewerkschaft will mit den Arbeitsniederlegungen vor der nächsten Verhandlungsrunde am 15. April den Druck auf die Arbeitgeber erneut erhöhen. Vor gut einer Woche war die vierte Runde der Tarifverhandlungen ohne Durchbruch geendet. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen deutliche Lohnerhöhungen.

In den Verhandlungen hatte es zuletzt aber etwas Bewegung gegeben. Die Arbeitgeber teilten nach der jüngsten Verhandlungsrunde mit, sie hätten ein verbessertes Angebot vorgelegt. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten habe man mehr als sechs Prozent Entgeltsteigerung geboten, bei einer Laufzeit von 48 Monaten rund neun Prozent und die Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde.

Die Gewerkschaft betonte ihrerseits, sie sei den Arbeitgebern bereits deutlich entgegengekommen. Aktuell fordere man eine Entgelterhöhung von insgesamt 550 Euro in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die ursprüngliche Verdi-Forderung hatte bei rund 670 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr gelegen.
Zudem fordert Verdi weiter eine Reduzierung der Arbeitszeit. Das sei vor allem für Beschäftigte im Fahrdienst ein zentrales Element der Entlastung und des Gesundheitsschutzes - und trägt so zur Sicherheit der Fahrgäste bei.

In anderen Bundesländern seien bereits Tarifabschlüsse erzielt werden, die maximale Schichtlängen und verbesserte Mindestruhezeiten beinhalten, erläuterte die Gewerkschaft. „Was in anderen Bundesländern machbar ist, muss auch in Bayern umsetzbar sein“, sagte Katharina Wagner, Verdi-Branchenkoordinatorin. „Die Gesundheit der Beschäftigten ist kein Nice-to-have, sondern elementar für die Zukunftsfähigkeit des ÖPNV.“

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