Serie: "Zukunft bauen":Es lebe Neunburg

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Serie: "Zukunft bauen": Die Hauptstraße in Neunburg vorm Wald an einem Werktag. Geschlossene Geschäfte, leerstehende Häuser - ein tristes Bild wie in den meisten Altstädten Bayerns.

Die Hauptstraße in Neunburg vorm Wald an einem Werktag. Geschlossene Geschäfte, leerstehende Häuser - ein tristes Bild wie in den meisten Altstädten Bayerns.

(Foto: Sebastian Beck)

Eine Kleinstadt in der Oberpfalz stemmt sich gegen den Niedergang. Nach Jahrzehnten des Verfalls gibt es Zeichen, dass sich die Stimmung dreht. Und schon ziehen die ersten Münchner in den Ort.

Von Sebastian Beck

Wenn Theo Männer seinen Gast durch die Altstadt von Neunburg vorm Wald führt, redet er meistens in der Vergangenheitsform. "Das war mal ein Wirtshaus und eine Metzgerei", sagt Männer. Ein Schuhgeschäft, ein Textilgeschäft, ein Kramerladen, ein Drogeriemarkt, ein Steinmetz, ein Bäcker, Friseur - alles war einmal. So zieht es sich die ganze Hauptstraße hinunter, bis zur Stelle, an der mal das Kino war und jetzt immerhin die Raiffeisenbank neu gebaut hat. Männer ist Kreisheimatpfleger, Jahrgang 1940, er hat es noch miterlebt, als sich der Verkehr durch die Hauptstraße zwängte, als bis zu 15 Wirtshäuser um Gäste buhlten und mitten in der Stadt Vieh gehalten wurde. Es war einmal.

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