Verkehr in Bayern:Warum Bayern kein 29-Euro-Ticket bekommt

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Verkehr in Bayern: "Die Leute sollten nicht mehr nachdenken müssen, bevor sie in einen Bus oder eine Bahn einsteigen", fordert Mobilitätsforscher Harald Kipke von der TH Nürnberg.

"Die Leute sollten nicht mehr nachdenken müssen, bevor sie in einen Bus oder eine Bahn einsteigen", fordert Mobilitätsforscher Harald Kipke von der TH Nürnberg.

(Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Berlin legt als erstes Bundesland einen Nachfolger für das Neun-Euro-Ticket vor, während in Bayern wieder der Tarifdschungel blüht und die Preise steigen. Verpasst die bayerische Regierung eine Chance?

Von Thomas Balbierer

Wäre der deutsche Föderalismus eine Familie, dann wäre Bayern der reiche Onkel, der gerne mal breitbeinig auftritt und der Verwandtschaft seine Erfolge unter die Nase reibt: mein Haus, mein Auto, mein Beitrag zum Länderfinanzausgleich. Berlin hingegen wäre der klamme Schwager, der nicht allzu viel auf die Reihe kriegt, aber trotzdem ganz zufrieden wirkt - "arm aber sexy". Ein bisschen verkehrte Welt ist es deshalb schon, dass ausgerechnet Berlin zügig ein Nachfolgeangebot für das im Sommer abgelaufene Neun-Euro-Ticket aufgelegt hat, während an Bayerns Bushaltestellen und Bahnhöfen wieder der Tarifdschungel blüht und die Ticketpreise steigen.

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