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Natur - Rettenbach am Auerberg:Pilze sprießen dank regenreichem Mai stärker

Bayern
Der Grünblättrige Schwefelkopf wächst an einem morschen Baumstumpf. Foto: Felix Kästle/dpa (Foto: dpa)

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Rettenbach am Auerberg (dpa/lby) - In Bayern sind nach einem regenreichen Mai für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Pilze zu sehen. "Wenn es regnet, dann kommen die", sagte die Pilzberaterin der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft, Ruth Zick, in Rettenbach am Auerberg (Landkreis Ostallgäu). "Wenn jetzt noch die Wärme dazukommt, kommen noch einmal viele Pilze dazu." Unter den jetzt schon sichtbaren Arten seien auch essbare Schwammerl. Bei der Suche danach sei aber große Vorsicht geboten.

"Wenn sich jemand dafür interessiert, sollte man sich ganz langsam herantasten", betonte Zick. "Es gibt für jeden essbaren Pilz einen giftigen Doppelgänger." Ein reiner Foto-Vergleich reiche zur Unterscheidung oft nicht. "Es geht auch manchmal um leichte Unterschiede in der Färbung oder verschiedene Gerüche", sagte Zick. "Das muss man einfach lernen."

Ein Beispiel ist demnach der Maipilz, der schon im Frühsommer an sonnigen, grasigen Stellen in bayerischen Wäldern zu finden ist. Er sehe dem stark giftigen Ziegelroten Risspilz zum Verwechseln ähnlich, sagte Pilzberaterin Zick. "Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo ein Giftpilz ins Körbchen wandert, ist groß." Eine Vergiftung durch den Risspilz kann zu Durchfall, Erbrechen und Atemnot führen.

Pilzberaterin Zick empfiehlt deshalb, vor einer Schwammerl-Suche auf eigene Faust an einer geführten Pilzwanderung teilzunehmen, wie sie zum Beispiel viele Volkshochschulen in Bayern anbieten. "Es gibt auch ehrenamtliche Pilzberater", sagt Zick. Mit deren Hilfe "können die Leute mit ihren Körberl heimgehen und sich freuen".

Die Hauptsaison zum Schwammerlsammeln bleibt laut Zick trotz des ungewöhnlichen Aufkommens im Frühsommer der Herbst. Dann seien auch beliebte Speisepilze wie Steinpilz und Pfifferling in größeren Mengen zu erwarten, sagte Zick.

© dpa-infocom, dpa:210612-99-961637/2

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