Natur:Neues Leben im Lech

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Natur: Stauwehre wie der Hochablass am Lech in Augsburg zerhacken den Fluss und verhindern den Geschiebetransport.

Stauwehre wie der Hochablass am Lech in Augsburg zerhacken den Fluss und verhindern den Geschiebetransport.

(Foto: imago)

Eine private Initiative will den Fischbestand im Fluss bei Augsburg sichern und setzt deswegen Brutboxen mit 5000 Fischeiern ein. Die Begradigung des einst wilden Wassers hat die Fauna sterben lassen

Von Christian Rost

Südlich von Augsburg war der Lech einst ein wilder Fluss. An manchen Stellen weit mehr als einen Kilometer breit, bot er mit seinen zahlreichen verästelten Abflussrinnen einen idealen Lebensraum für Tiere am und im Wasser. Seit der Lech Anfang des 20. Jahrhunderts in großem Stil begradigt, mit Staustufen zerhackt und in ein Korsett von durchschnittlich 65 Meter Breite gezwängt wurde, stirbt die Fauna. Insbesondere der Fischbestand nahm stark ab. Huchen, Äsche, Bachforelle, Nase, Barbe und Döbel stehen ohnehin auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Im Lech kommen sie teils kaum mehr vor. Vier Augsburger wollen diese Entwicklung aufhalten und haben eine Privatinitiative gestartet, um wieder Leben in den Fluss zu bringen. Die Gewässerwarte Bruno Mariani, Marco Mariani, Eduard Lochen und Hüseyin Aydin verankerten am Freitag südlich von Augsburg spezielle Brutboxen mit rund 5000 befruchteten Fischeiern im Lech. Damit soll die Grundlage für ein neues biologisches Gleichgewicht geschaffen werden.

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