bedeckt München 32°

Nachfolge von Florian Pronold:Auch Klaus Barthel will SPD-Chef werden

Der 61-jährige Klaus Barthel wirbt für sich mit seiner Erfahrung.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Ob er, Natascha Kohnen oder Florian von Brunn das Amt von Florian Pronold übernehmen, entscheiden die Mitglieder in einer Urwahl.

Im Rennen um den Vorsitz der bayerischen SPD gibt es einen dritten Kandidaten. Neben Generalsekretärin Natascha Kohnen und dem Münchner Landtagsabgeordneten Florian von Brunn will Klaus Barthel Nachfolger von Florian Pronold werden. Der Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) hat am Samstag in Nürnberg beschlossen, den Bundestagsabgeordneten Barthel vorzuschlagen. Er ist Chef der AfA im Bund wie Freistaat.

"Die Bayern SPD braucht jetzt Erfahrung, Vertrauen und Profil. Wer mit sozialer Gerechtigkeit Wahlen gewinnen will, muss von seiner Biografie, Persönlichkeit und Sachkompetenz her glaubwürdig sein", hieß es in einer Mitteilung der AfA. Barthel sagte, die Menschen "werden sich nur von uns begeistern lassen, wenn wir einen klaren Führungsanspruch erheben" - er wolle dafür einstehen. Barthel, 61 Jahre alt, geboren in München, ist seit 1975 in der SPD und seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestags. Mit Ende dieser Legislaturperiode strebt er das Mandat nicht erneut an.

Bayern SPD Florian von Brunn kandidiert für Pronold-Nachfolge
Bayern-SPD

Florian von Brunn kandidiert für Pronold-Nachfolge

Damit kommt es zur Urwahl um den SPD-Landesvorsitz zwischen ihm und Konkurrentin Natascha Kohnen.

Pronold hatte Anfang Februar angekündigt, auf dem Parteitag der Bayern-SPD im Mai nicht mehr anzutreten. Als Wunschnachfolgerin - und als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2018 - schlug er Kohnen vor. Barthel, der dem linken Parteiflügel angehört, nannte dies damals "eine einsame Entscheidung". Der Landesvorstand beschloss für den Fall, dass es mehrere Bewerber geben sollte, eine Urwahl, an der sich alle SPD-Mitglieder beteiligen können.

Bis zum 28. Februar um 23.59 Uhr können demnach noch weitere Kandidaten vorgeschlagenen werden, zum Beispiel von einem Ortsvereinsvorstand. Sollte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichen, werden die zwei mit den meisten Stimmen am Parteitag im Mai gegeneinander antreten.