Nach Unglück von Bad Aibling Fahrdienstleiter zieht Antrag zurück

Zwei Jahre nach dem Zugunglück von Bad Aibling hat der verurteilte Fahrdienstleiter seinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung zurückgezogen. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Gründe sind bisher nicht bekannt. Über seinen Verteidiger hatte der Mann zunächst einen Antrag auf eine frühere Entlassung zum 9. März gestellt. Beim Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar 2016 waren zwölf Menschen ums Leben gekommen, 89 wurden schwer verletzt. Wegen fahrlässiger Tötung verurteilte das Landgericht Traunstein den Fahrdienstleiter am 9. Dezember 2016 zu dreieinhalb Jahren Haft. Weil er an dem Unglückstag auf seinem Handy spielte, hatte er Signale falsch gestellt.