Nach Leichenfund in der Donau Polizei vermutet Beziehungstat

Vor zwei Monaten verschwand ein Ehepaar aus Oberbayern spurlos, nun wurden ihre Leichen in einem Wohnmobil in der Donau entdeckt. Nach der Obduktion glaubt die Polizei zu wissen, was passiert ist.

Eine Beziehungstat steckt vermutlich hinter dem Leichenfund an einer Donau-Staustufe im Kreis Neuburg-Schrobenhausen. Davon geht die Polizei nach dem mysteriösen Verschwinden eines Ehepaares und dem Fund der beiden Toten in der Donau aus. Bei den Leichen handle es sich zweifelsfrei um das 44 und 45 Jahre alte Ehepaar aus Wellheim bei Eichstätt, teilten die Ermittler nach der Obduktion mit. Der Ehemann habe seine Frau erstochen.

Das Wohnmobil eines verschwundenen Ehepaars aus Oberbayern wird am Donnerstag bei Bertoldsheim von einem Kran aus der Donau gehoben.

(Foto: dapd)

Die beiden waren am 2. März zum letzten Mal gesehen worden. Die Eltern des Mannes hatten fünf Tage nach dem Verschwinden Vermisstenanzeige erstattet. Seither wurde mit Hochdruck nach dem als sehr zuverlässig geltenden Ehepaar gesucht.

Polizeitaucher hatten am Donnerstag schließlich das Wohnmobil des Ehepaares aus der Donau geborgen. Die im hinteren Teil des Wagens gefundene Leiche der Frau wies der Polizei zufolge mehrere tödliche Stich- und Schnittverletzungen auf.

Die Polizei konnte auch die Leiche des Ehemannes auf dem Fahrersitz identifizieren. Der 45-Jährige sei vermutlich ertrunken. Im Wohnmobil fanden die Ermittler mehrere Messer. Sie gehen davon aus, dass sich darunter die Tatwaffe befindet. Die Beteiligung eines Dritten schließt die Polizei aus.