KlassikPremiere für die Musikfestspiele Schwaben

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Cellist Jakob Stepp will mit seinem Festival die kulturelle Vielfalt im Bezirk Schwaben stärken.
Cellist Jakob Stepp will mit seinem Festival die kulturelle Vielfalt im Bezirk Schwaben stärken.
Foto: Bruno Tenschert

Gemeinsam mit Marisa Metzger und weiteren engagierten Menschen hat der Cellist Jakob Stepp ein fein besetztes Klassikfestival aus der Taufe gehoben. Das ist geboten.

Von Jutta Czeguhn

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Energie, so lautet ein physikalisches Gesetz, kann nicht verloren gehen, sie wird von einem System auf ein anderes übertragen. Ein wenig muss man sich das wohl auch im Fall von Heinrich Schiff vorstellen. Der 2016 gestorbene österreichische Cellist war ein hingebungsvoller Lehrer, eine Powerbank für seine Umgebung. Und so scheint Schiffs Energie nun in Jakob Stepp, Jahrgang 1991, fortzuwirken. Der in Augsburg ansässige Cellist hat mit seinem Lehrer 2015 das Montecastelli Chamber Music Festival in der Toskana gegründet. Jetzt feiern die Musikfestspiele Schwaben Premiere, die Stepp gemeinsam mit seiner Frau, Marisa Metzger, und vielen engagierten Menschen wie etwa Simon Pickel, dem Leiter des Mozartfests Augsburg, auf die Beine gestellt hat.

Ziel dieses ehrenamtlichen Projekts ist es laut Stepp, „die kulturelle Vielfalt im Bezirk Schwaben zu stärken“. Die Förderung von Nachwuchsmusikern habe dabei einen besonderen Stellenwert: So sollen sie bei allen Konzerten Gelegenheit bekommen, sich mit einem kurzen Beitrag dem Publikum vorzustellen. Geplant sind auch Education-Formate: „Wir veranstalten mehrere Konzerte für Schulklassen, Krippen sowie Menschen mit besonderen Bedürfnissen.“

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit hat das Team für die Erstausgabe ein anspruchsvolles Programm zusammenstellen können, das bis zum 28. November zu diversen Schauplätzen führt.

Festivalauftakt ist am 25. September, 19.30 Uhr, im Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren. Dort sind Sopranistin Sophia Brommer, Gitarrist Takeo Sato und Jakob Stepp am Cello mit Werken von Dowland, Grieg und Fauré zu erleben. Julian Steckel, Violoncello, konzertiert am 4. Oktober um 11 Uhr im kleinen Rokokosaal der Regierung von Schwaben in Augsburg. Ebenfalls in Augsburg, allerdings im Kleinen Goldenen Saal in der Jesuitengasse, finden am 7. Oktober, 19.30 Uhr, Baiba Skride, Violine, Pablo Barragán, Klarinette, und Maximilian Kromer, Klavier, zusammen; Festivalleiter Stepp ist hier ebenfalls wieder mit von der Partie. Zu hören gibt es unter anderem Béla Bartóks „Rumänische Volkstänze“ sowie Mendelssohns Klaviertrio c‑Moll.

Das Goldmund-Quartett spielt im im Bürgersaal Stadtbergen.
Das Goldmund-Quartett spielt im im Bürgersaal Stadtbergen.
Foto: Nikolaj Lund

Am 9. Oktober, 19.30 Uhr, ist mit dem Goldmund-Quartett eines der führenden Streichquartette zu Gast im Bürgersaal Stadtbergen. Neben Haydns Streichquartett op. 20 Nr. 6 und Dvořáks Streichquartett op. 106 erklingen auch Stücke aus ihrem aktuellen Album „Dahoam“. Einen weiteren Soloabend gibt es am 17. Oktober, 19 Uhr, in St. Jakobus major in Friedberg. Der Geiger Tobias Feldmann spielt zwei Bach‑Partiten, die Eugène Ysaÿes Sonata Nr. 2 in a‑Moll umrahmen. Am 7. November, 19 Uhr, zieht das Festival weiter in den Bürgersaal Meitingen, wo Takeo Sato und Jakob Stepp Werke von Cassadó, Villa‑Lobos und de Falla spielen.

Beim letzten Konzert des Festivals am 28. November, 17 Uhr, im Kloster Holzen in Allmannshofen wird es dann kulinarisch mit einem Trio à la carte: Matthias Well, Violine, Louis Vandory, Viola, und Cellist Jakob Stepp spielen im Salzburgsaal Mozarts Divertimento in Es‑Dur. Hernach wird ein Drei-Gänge-Menü serviert.

Musikfestival Schwaben, bis 28. November an diversen Orten, Infos unter www.musikfestspieleschwaben.de

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