Oberstdorf Schlammlawine in Oberstdorf

Unwetter und andauernder Starkregen haben im Oberallgäu am Sonntag die Bergwacht, die Polizei und die Feuerwehr in Atem gehalten. In Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu hat sich am Sonntagabend eine Schlammlawine gelöst und ist bis in die Stadt niedergegangen. Dort ist deshalb vorsorglich ein bedrohtes Wohngebiet evakuiert worden, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es zunächst nicht. Von der Evakuierung waren 400 bis 500 Menschen betroffen. Zuvor war der Oybach, der vom Nebelhorn kommt, oberhalb der auf 813 Metern Meereshöhe liegenden Stadt so stark angeschwollen, dass sich an seinem Ufer Schlammmassen lösten. Diese rutschten talwärts und kamen in der Nähe der Oberstdorfer Skisprungarena zum Stehen. In der Arena stand der Schlamm nach Polizeiangaben acht bis zehn Meter hoch. Ob sich die Lawine noch weiter in Bewegung setzen würde, war bis zum Abend unklar. Das hänge davon ab, wie stark es weiter regne, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei forderte vorsorglich zwei Hubschrauber mit Winden an, um auf Bergungen vorbereitet zu sein.